Typograf

Als erster Vertreter dieser Berufsgattung gilt natürlich Johannes Gutenberg – er begründete mit seiner Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern das Arbeitsmaterial, für das seine Nachfolger Gussformen formten, um aus metallenen Buchstaben spiegelverkehrte Sätze zu ordnen, die, mit öliger Tinte betupft, an die wunderbaren handgeschriebenen Bibeln und Monografien erinnerten, die früher den Alltag vieler fleißiger Mönche in den Klöstern Europas prägten. Bis ins späte 20. Jahrhundert hinein ging es im Grunde so – auch wenn die Spur in monastische Kopistenstuben sich längst verloren hatte.

mehr

Das Gegenteil eines konzeptionell denkenden Artdirektors…

…ist Göran Södersröm von Letters from Sweden. Die Entwickler des neuen Schriftlizensierungsmodells Fontstand stellen die Fontstand-Mitglieder in einzelnen Artikeln vor.  mehr

Wer braucht eigentlich Wingdings?

Haben die auf dem Mac fest installierten Briefkästen, Diskettensymbole (!), Pfeile, Totenköpfe und Schnörkel einen Sinn? Phil Edwards findet schon. mehr

Typoreise Südafrika

Bunt. Politisch. Selbstbewusst. Südafrika ist eine multikulturelle Nation mit einer ausgesprochen vielfältigen Kreativzene.

mehr

Kairos: Robust, sportlich, oktogonal

Die Schriftfamilie Kairos ist eine moderne Version der oktogonalen Slab Serif. mehr

Anzeige

Auf den Spuren von Max Bill Teil 2

Bei ogj type design, dem Label des Berliner Designers Oliver Jeschke erschien jetzt Bill Corporate, nach Bill Display das zweite Revival der Max Bill Schriftbiliothek. mehr

Neue Schrift von Spiekermann

Beim Fontshop erschien so eben die FF Real, eine neue Schriftfamilie von Erik Spiekermann und Ralph du Carrois. mehr

Typeface für Tennisfreaks

Nicht nur für die Anzeigetafel in Wimbledon: Die elegante Serifenschrift Tenez. mehr

Tierische Anhängsel

Ein ganzes Alphabet aus Fühlern von Tieren schuf der Designer Ari Weinkle aus Boston.
mehr

Anzeige

FS Shepton: echte Handarbeit

Die meisten Scriptfonts entstehen am Rechner. Nicht so die FS Shepton. mehr

Wie Typedesigner Anthony Burrill die großartigen, aktuellen The Jam Plakate entwarf

In London sorgen die typografischen Plakate, die der Anthony Burrill für eine Ausstellung über die legendäre Band The Jam entwarf, für Furore – und Sammelwut.

mehr

Briefmarken im Lettering-Look

Mit diesen Briefmarken kriegt man Lust aufs Karten schreiben. mehr

Rasanter Zuwachs: Serifenlose Conto mit 64 Schnitten

Die Conto Super Familie ist eine starke und klare Schrift für komplexe Corporate-Design Aufträge. Typedesigner Nils Thomsen erweiterte sie jetzt von 16 auf 64 Schnitte. mehr

Anzeige

Scriptfonts kann man nicht genug haben: Wie wär’s mit Goodlife?

Für die Gestaltung schöner Grafiken eignet sich Goodlife von Hannes von Döhren. mehr

Nicht nur für die Straße: Schriftfamilie New Transport

Henrik Kubel vom Londoner Studio A2-Type und Margaret Calvert veröffentlichen eine digitale Adaption der Transport. mehr

Eine schrecklich nette (Schrift)Familie: Buendia mit und ohne Serifen

Grotesk, gerundet, mit Serifen – warum César Puertas all das in eine einzige Schriftfamilie packte. mehr

Lettern klettern: Alpine Serifenschrift Brenta

Mit 24 Schnitten, kräftigen Serifen, offenen Innenräumen und platzsparenden Proportionen eignet sich Brenta für fast alle typografischen Lebenslagen. mehr

Anzeige

Displayfont Eksell

Der schwedische Designer Olle Eksell zeichnete wie besessen, auch Buchstaben. Fast hätten sie es nicht ins digitale Zeitalter geschafft.

mehr

Exklusiver Comic von Alessio Leonardi für PAGE

Hahahaha! Der Type- und Grafikdesigner hat sich für uns etwas ganz besonders Lustiges ausgedacht.

mehr

Wer mit geschwellter Brust behauptet, er gehe jetzt ins Office, beruft sich insgeheim oder unwissend auf Gutenberg-Assistent Peter Schöffer und seinen Mainzer Mäzen, zu Neudeutsch Venture-Kapital-Geber Johannes Fust, die in ihrem Engagement für die kommerzielle Nutzung der beweglichen Lettern das erste Buchdruck-Offizin eröffneten. Straßburg, Köln, Nürnberg, Bamberg, Augsburg, Lübeck – einfach überall in Europa tat man es ihnen nach und druckte Bibeln und weltliche Literatur nach diesem Verfahren. Mit eigenem, offiziellem Markenzeichen! Auch die Spur zur Wortmarke wurde also schon ganz früh in der Geschichte der Typografen gelegt.

Doch machen wir es kurz: Altgediente Typografen, die sich vielleicht noch an einem der Vorläufer der Linotype-Setzmaschine (Codename »Typograph«) die Finger blutig tippten, gehören seit Bestehen von PAGE zur Stammleserschaft, jüngere Typografen haben nicht selten beim Erstkontakt mit PAGE Feuer für die Kunst des Umgangs mit Schrift gefangen – dafür aber makellose Fingerkuppen, DTP, PostScript, TrueType und Co sowie zuletzt WOFF sei Dank.

Zugegeben, ein prosaisches Ende, weil ein zu weites Feld. Lesen Sie doch einfach weiter zum Thema – alle Monate im PAGE-Heft oder hier auf PAGE Online.