Rich Roat ist tot

Der Mitgründer der berühmten US-amerikanischen Foundry House Industries starb mit nur 52 Jahren.



Mitte der 90er Jahre war es für uns in der PAGE Redaktion jedesmal ein Erlebnis und eine Riesenfreude – wenn House Industries, die von Rich Roat und Andy Cruz 1993 gegründete Typefoundry – eine neue, digitale Schrift herausbrachte. Denn die Jungs machten nicht nur tolle Fonts, sie gestalteten drumherum großartige Schriftkataloge, oft mit dreidimensionalen Objekten zum Zusammenbauen. Ein Novum in der Typoszene von damals und Schriftmarketing im allerbesten Sinne.

Über die Jahre gesellte sich alles mögliche andere zu den Schriften: T-Shirts, Taschen, Einrichtungsgegenstände, Bücher und vieles mehr. Stets im unverwechselbaren House-Industries-Style, der in Rich’s tiefem Interesse für amerikanisches Design begründet liegt. Viele House Industries-Produkte sind auch von Rich’s zweiter großer Liebe, dem Biking inspiriert.

Ich traf ihn das erste Mal Ende der 90er Jahre in Berlin, nach einer Typo Berlin Konferenz. Im Gedächtnis geblieben ist mir seine unglaubliche Neugier und Wissbegierde zur deutschen Kultur, sein feiner Humor und sein ansteckendes Lachen – sowie seine Fähigkeit bis tief in die Nacht mit uns Bier zu trinken.

Auch in den vielen Jahren danach, in denen ich ihn gelegentlich auf Konferenzen wiedertraf, war es immer eine Freude mit ihm zu reden. Denn egal um welches Thema es ging – Typo, Familie, Sport – er war immer voller Enthusiasmus beim jeweiligen Thema.

Mit Rich Roat ist nicht nur ein großartiger Designer, sondern auch ein warmherziger, engagierter Mensch viel zu früh gestorben. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau Sharon, den Kindern und dem Team von House Industries.


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