Typograf

Als erster Vertreter dieser Berufsgattung gilt natürlich Johannes Gutenberg – er begründete mit seiner Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern das Arbeitsmaterial, für das seine Nachfolger Gussformen formten, um aus metallenen Buchstaben spiegelverkehrte Sätze zu ordnen, die, mit öliger Tinte betupft, an die wunderbaren handgeschriebenen Bibeln und Monografien erinnerten, die früher den Alltag vieler fleißiger Mönche in den Klöstern Europas prägten. Bis ins späte 20. Jahrhundert hinein ging es im Grunde so – auch wenn die Spur in monastische Kopistenstuben sich längst verloren hatte.

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Eine schrecklich nette (Schrift)Familie: Buendia mit und ohne Serifen

Grotesk, gerundet, mit Serifen – warum César Puertas all das in eine einzige Schriftfamilie packte. mehr

Lettern klettern: Alpine Serifenschrift Brenta

Mit 24 Schnitten, kräftigen Serifen, offenen Innenräumen und platzsparenden Proportionen eignet sich Brenta für fast alle typografischen Lebenslagen. mehr

Displayfont Eksell

Der schwedische Designer Olle Eksell zeichnete wie besessen, auch Buchstaben. Fast hätten sie es nicht ins digitale Zeitalter geschafft.

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Exklusiver Comic von Alessio Leonardi für PAGE

Hahahaha! Der Type- und Grafikdesigner hat sich für uns etwas ganz besonders Lustiges ausgedacht.

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Neue Großfamilie Vito

Jede Menge Sans Serif, das bietet die neue Schriftfamilie Vito von Typejockeys. mehr

Hermann Zapf ist tot

Im Alter von 96 Jahren starb letzten Donnerstag in Darmstadt die Typografielegnde Hermann Zapf. mehr

Freefont Fabfelt Script

An alte Schultafeln und handgeschriebene Briefe erinnert der kostenlose Scriptfont Fabfelt. mehr

Auf den Spuren von Max Bill

Bei ogj type design, dem Label des Berliner Designers Oliver Jeschke erschien jetzt Bill Display, erstes Revival der Max Bill Schriftbiliothek. mehr

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Erik Spiekermann zum anschmiegen

Der berühmte Typedesigner Erik Spiekermann hat für das Label unamono eine Tuchkollektion entworfen.

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Neue Schrift für VW

Mehr Evolution als Revolution ist die von Metadesign entwickelte neue Hausschrift für den Volkswagen Konzern. mehr

Tolles Buch »The Eternal Letter«

Ein Muss für jeden Schriftfan ist das soeben erschienene Buch »The Eternal Letter«. mehr

Stachelige Schriftfamilie Octavius

Inspiriert von gebrochenen Schriften ist die Octavius des französischen Typedesigners Hugues Gentile. mehr

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Googles Living Memory

Unter dem Titel »Living Memory« präsentiert Google zum 70. Jahrestag des Kriegsendes das größte Online-Archiv von Briefen aus der Zeit von 1941-45 mittels einer interaktiven typografischen Illustration mehr

Das Ende von Fountain Type

Nach dem tragischen Tod von Peter Bruhn im letzten Jahr entschied sich seine Witwe Lotta die Foundry nicht weiterzuführen. Grund genug für Felix Braden, seine bei Fountain erschienenen Schriften zu überarbeiten. mehr

Displayfont Macis

Normalerweise ist Johannes Steil auf den Dampfer Lesbarkeit gebucht. Mit der Macis macht er einen kleinen Abstecher. mehr

Typo-Tipps: Glossar typografischer Fachbegriffe

Wussten Sie, dass Versalziffern auf Englisch lining figures heißen? Und was war noch mal ein Hurenkind? mehr

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Finlandia Script von Julia Sysmäläinen

Die Berliner Typedesignerin mit finnisch-russischen Wurzeln gestaltete einen neuen, wunderschönen Scriptfont. mehr

Version 2.0 des Fonteditors Glyph

Farbige Schriften, Webfonts und TrueType-Hinting gehören zu den Neuerungen des Upgrades. mehr

Wer mit geschwellter Brust behauptet, er gehe jetzt ins Office, beruft sich insgeheim oder unwissend auf Gutenberg-Assistent Peter Schöffer und seinen Mainzer Mäzen, zu Neudeutsch Venture-Kapital-Geber Johannes Fust, die in ihrem Engagement für die kommerzielle Nutzung der beweglichen Lettern das erste Buchdruck-Offizin eröffneten. Straßburg, Köln, Nürnberg, Bamberg, Augsburg, Lübeck – einfach überall in Europa tat man es ihnen nach und druckte Bibeln und weltliche Literatur nach diesem Verfahren. Mit eigenem, offiziellem Markenzeichen! Auch die Spur zur Wortmarke wurde also schon ganz früh in der Geschichte der Typografen gelegt.

Doch machen wir es kurz: Altgediente Typografen, die sich vielleicht noch an einem der Vorläufer der Linotype-Setzmaschine (Codename »Typograph«) die Finger blutig tippten, gehören seit Bestehen von PAGE zur Stammleserschaft, jüngere Typografen haben nicht selten beim Erstkontakt mit PAGE Feuer für die Kunst des Umgangs mit Schrift gefangen – dafür aber makellose Fingerkuppen, DTP, PostScript, TrueType und Co sowie zuletzt WOFF sei Dank.

Zugegeben, ein prosaisches Ende, weil ein zu weites Feld. Lesen Sie doch einfach weiter zum Thema – alle Monate im PAGE-Heft oder hier auf PAGE Online.