Schreiben wie Martin Luther

Harald Geisler, Typograf aus Frankfurt am Main, digitalisiert die Handschrift von Martin Luther.



 

Zuvor hatte er bereits die Handschrift von Albert Einstein mit der Hilfe des Einstein-Archivs in Jerusalem und die Sigmund-Freud-Schrift mit der Unterstützung des Sigmund-Freud-Museums in Wien realisiert.

Das aktuelle Projekt um Martin Luther ist inspiriert von einem Radiomitschnitt einer Rede von Martin Luther King in der Ost Berliner Marienkirche 1964. Zu Beginn stellt er sich dem Publikum mit den Worten vor, dass er froh sei, dass seine Eltern ihn nach dem großen Reformer benannt hätten.

Harald Geisler beschäftigte die Frage, wie es jemanden prägt, wenn er den Namen einer historischen Person trägt.

Mit seinen Schriftprojekten möchte der Typograf über den ästhetischen Zugang der Handschrift, eine Tür zu den Inhalten Luthers öffnen, und eine Begegnung mit der historischen Figur Luther und in der Folge Martin Luther King zu ermöglichen. 2018 ist der traurige 50. Jahrestag der Ermordung des Pfarrers und Menschenrechtlers.

Wie die vorangegangenen Projekte finanziert Harald Geisler auch dieses über die Crowdfunding Plattform Kickstarter. Da der Zielbetrag von 20.000 Euro erreicht wurde, kann der Typedesigner sich nun an die Arbeit machen. Einen Prototypen, den Harald Geisler gestaltete, um zu schauen, ob es grundsätzlich möglich ist, Luthers Handschrift zu digitalisieren, gibt es bereits. Man kann ihn kostenlos auf der Kickstarter Seite herunterladen. Auf der Homepage von Harald Geisler kann man die Schrift vorbestellen, für private Zwecke kostet sie 11,90, für den kommerziellen Gebrauch 55 Euro.


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