Typograf

Als erster Vertreter dieser Berufsgattung gilt natürlich Johannes Gutenberg – er begründete mit seiner Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern das Arbeitsmaterial, für das seine Nachfolger Gussformen formten, um aus metallenen Buchstaben spiegelverkehrte Sätze zu ordnen, die, mit öliger Tinte betupft, an die wunderbaren handgeschriebenen Bibeln und Monografien erinnerten, die früher den Alltag vieler fleißiger Mönche in den Klöstern Europas prägten. Bis ins späte 20. Jahrhundert hinein ging es im Grunde so – auch wenn die Spur in monastische Kopistenstuben sich längst verloren hatte.

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Interview mit Rainer Erich Scheichelbauer und Lisa Schultz vom Schriftlabor in Wien

In Österreich entsteht eine lebendige, junge Typoszene. Wir trafen Rainer Erich Scheichelbauer und Lisa Schultz in ihrem Wiener Schriftlabor und sprachen mit ihnen über diese Entwicklung, über fehlende Ausbildungsmöglichkeiten, österreichische Eigenarten und Einflüsse aus dem Ausland. mehr

»Jeder Gestalter wünscht sich, dass sein Baby fliegt.«

Ein Gespräch mit Type Director Hendrik Weber über die Gestaltung der Schriftfamilie Unitext. mehr

Walk of Happiness mit Handlettering

Typografische Schnitzeljagd durch Berlin – mit acht Stationen und Handletterings. mehr

Leipziger Typotage am 28. April

Unter der Überschrift »Learning Typedesign« finden am 28. April im Museum für Druckkunst die 24. Leipziger Typotage statt. mehr

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Klainy – ein serifenloser Allrounder

Der Designer Moritz Kleinsorge legt mit der Klainy seine zweite Schriftfamilie vor. mehr

Interview mit Fust & Friends Gründer Jan Middendorp

Der Schriftenmarkt ist ganz schön in Bewegung. Mit dem Branchenkenner Jan Middendorp sprachen wir über die Veränderungen und die Gründung seines Labels Fust & Friends. mehr

Typo für jede Woche

Beim Schweizer Verlag niggli erschien kürzlich die englische Ausgabe des Buches »52typo«, das es zunächst nur auf Französisch gab. mehr

Eine Schrift zum 100. Geburtstag

Am 2. Januar wurde Gudrun Zapf-von Hesse 100 Jahre alt. Zur Feier des Tages hat Ferdinand Ulrich ihr allererstes Alphabet digitalisiert und als Hesse Antiqua veröffentlicht. mehr

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Ikonische Gebäude der Welt als Alphabet

Mit kleinen, spannenden Projekten positioniert sich der Dienstleister Pixartprinting in der Kreativszene. Jetzt hat er »An alphabet of buildings« zeichnen lassen.
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Schreiben wie Martin Luther

Harald Geisler, Typograf aus Frankfurt am Main, digitalisiert die Handschrift von Martin Luther. mehr

Noch gefangen in 2017?

Es hat schon Tradition, dass die Zürcher Typedesignerin Christine Gertsch zu Neujahr eine besondere Grußkarte verschickt. mehr

Schriftrevivals und rechtliche Hürden

Inwieweit können rechtliche Hürden eine Veröffentlichung von Meilensteinen der Schriftgestaltung – in diesem Fall die Romanée von Jan van Krimpen – verhindern? Das fragt Kai Büschl, Mitgründer der Foundry Lazydogs, in einem Gastbeitrag. Ihn interessiert die Meinung der Kreativen, also bitte kommentieren! mehr

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Typografische Porträts mit einem besonderen Twist

Der Kanadier Sean Williams ist Illustrator, Kreativdirektor und Regisseur – doch den größten Erfolg hat er mit seinen illusionistischen Typo-Porträts von Popstars und Schauspielern. mehr

Rich Roat ist tot

Der Mitgründer der berühmten US-amerikanischen Foundry House Industries starb mit nur 52 Jahren. mehr

»Browsern fehlt es an typografischer Intelligenz«

Gute Typografie ist im Web nach wie vor nicht ganz leicht zu erreichen. Developer und Typo-Fan Harry Keller erklärt, warum.

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Neue Foundry Fust & Friends

Ohne klaren kommerziellen Zweck, einfach aus Spaß gründete eine Gruppe von Text-, Typografie- und Lettering-Liebhabern um den Designer und Autor Jan Middendorp die Foundry Fust & Friends. Sie wollen Artikel und Videos publizieren, Events veranstalten und natürlich Schriften herausbringen. Zwei gibt es schon, Teddy und Alarm – und die machen Lust auf mehr. mehr

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Uhren von Erik Spiekermann

Typolegende Erik Spiekermann verpasste den Kerbholz-Modellen Hilde und Heinrich einen neuen Look. mehr

Herausforderungen bei der Digitalisierung von alten Schriften

Gestern stellten wir die Wolpe Collection vor, fünf wiederbelebte Schriften vom Rudolf-Koch-Schüler Berthold Wolpe. Im Interview berichtet Projektleiter Toshi Omagari, Type Designer im Monotype Studio, von den Herausforderungen bei der Digitalisierung. mehr

Wer mit geschwellter Brust behauptet, er gehe jetzt ins Office, beruft sich insgeheim oder unwissend auf Gutenberg-Assistent Peter Schöffer und seinen Mainzer Mäzen, zu Neudeutsch Venture-Kapital-Geber Johannes Fust, die in ihrem Engagement für die kommerzielle Nutzung der beweglichen Lettern das erste Buchdruck-Offizin eröffneten. Straßburg, Köln, Nürnberg, Bamberg, Augsburg, Lübeck – einfach überall in Europa tat man es ihnen nach und druckte Bibeln und weltliche Literatur nach diesem Verfahren. Mit eigenem, offiziellem Markenzeichen! Auch die Spur zur Wortmarke wurde also schon ganz früh in der Geschichte der Typografen gelegt.

Doch machen wir es kurz: Altgediente Typografen, die sich vielleicht noch an einem der Vorläufer der Linotype-Setzmaschine (Codename »Typograph«) die Finger blutig tippten, gehören seit Bestehen von PAGE zur Stammleserschaft, jüngere Typografen haben nicht selten beim Erstkontakt mit PAGE Feuer für die Kunst des Umgangs mit Schrift gefangen – dafür aber makellose Fingerkuppen, DTP, PostScript, TrueType und Co sowie zuletzt WOFF sei Dank.

Zugegeben, ein prosaisches Ende, weil ein zu weites Feld. Lesen Sie doch einfach weiter zum Thema – alle Monate im PAGE-Heft oder hier auf PAGE Online.