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Here To Leave A Mark: Schön wildes Rebranding für Saatchi & Saatchi

Saatchi & Saatchi Germany, preisgekrönte Kreativagentur mit einem Hang, aus der Reihe zu tanzen, hat ein neues Branding. Entwickelt hat es der Hamburger Designer Maurice Rieger, der ausgelassen mit der Heritage der Agentur spielt, mit Punk-Vibes – und britischem Humor.

Die schwierigste Aufgabe sei, das eigene Erscheinungsbild zu gestalten, heißt es immer wieder von Kreativen. Über nichts würde man sich mehr den Kopf zerbrechen, sich hoffnungslos im Kreis drehen, alles wollen und wenig erreichen.

So hat Saatchi & Saatchi Germany, das zur Publicis Groupe gehört, sich gleich auf mehrfache Weise einen Gefallen getan, als die preisgekrönte Kreativagentur den Hamburger Designer Maurice Rieger mit ihrem Rebranding beauftragte.

Denn er hat sich das Credo der Agentur »Relentless curiosity. A little too much« zu Herzen genommen und es auf mitreißende Weise übersetzt.

Mit einer englischen Bulldogge, die für die Heimat der Agentur mit seinem Hauptsitz in London steht –  und mit einer doppelköpfigen dazu, die das Changieren zwischen Genie & Wahnsinn und Kontrolle & Chaos der Kreativen visualisiert. Und das kreative Gehirn von Saatchi & Saatchi, das pausenlos um die beste Idee ringt.

Provokant und punkig

»We Are Here To Make Brands Leave A Mark« heißt es von Saatchi & Saatchi über ihre Arbeit – und Spuren hinterlässt das Branding von Maurice Rieger gleich mehrfach. Und das nicht nur, wenn die Bulldogge das Bein hebt.

Laut und ausgelassen und vor allem mit reichlich Punk-Attitüde ist das neue Erscheinungsbild versehen.

Schließlich gründete sich Saatchi & Saatchi 1970 in London, als die Vorläufer des Punks dort langsam zu rumoren begannen und dieser seinen Höhepunkt schließlich in dem respektlos-humorigen »God Save the Queen« der Sex Pistols fand.

Genauso provokant ging es bei Saatchi & Saatchi zu. Mit Kampagnen wie »Pregnant Man«, die den laxen Umgang britischer Männer mit Verhütung anprangerte, und genauso provozierend war schon allein die Tatsache, dass die Kreativen für die Tories unter Margaret Thatcher arbeiteten – und das mit smarten Slogans wie »Labour isn’t Working« und mit großem Erfolg.

Spielerische Anwendung

Das alles verwandelt Maurice Rieger in ein lautes, freches und charmantes Branding, das den analogen Charme alter Punk-, Britpop- und New Wave-Designs aufnimmt und dabei mit typisch britischem Humor aufgeladen ist.

Gleichzeitig versieht er es mit einer DIY-Typografie, die mit schwarzem Karton, Schere, Tesa und mit Fotokopien entstand und schließlich digitalisiert wurde und auch das ikonische Saatchi & Saatchi-Wortlogo mitunter überlappt.

Auch die Collagen, die das Erscheinungsbild bestimmen, wurden geklebt, dann digital bearbeitet und auch animiert.

Dazu kommen handgekrakelte Tattoos, die, mit Schnörkeln versehen, von Advertising erzählen, einer Friedenstaube ein Saatchi-Banner in den Schnabel stecken, das Ampersand des Namens sich in eine Blüte verwandelt oder inmitten eines Spinnenetzes prankt.

Auf diese Weise ist ein Designbaukasten entstanden, der im Prozess weiterentwickelt werden kann und zum Spielen einlädt.

Damit hat das Saatchi & Saatchi-Team bereits begonnen und rollt das neue Branding jetzt nach und nach aus.

 

 

 

 

 

 

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