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Spaßig statt snobby: &Walsh branded Weinservice Stompy

»Die Welt des Weins ist voller Regeln« sagt Jessica Walsh von &Walsh – und stellt sie im Branding für den Wein-Service Stompy ganz ohne Respekt, mit viel Spaß, einem Custom Font und knalligen Illustrationen auf den Kopf.

2020 haben die ehemaligen Studienkollegen Stephen Wong und Andy Williams ihren Bio-, Vegan- und nachhaltigen Wein-Service Stompy gegründet, der gemäß der jeweiligen Bedürfnisse und Vorlieben der Kund:innen Weinpakete zusammenstellt.

Dass dieser Service für jeden nutzbar ist und es überhaupt keinen Grund gibt, sich vor der Welt der Weine mit ihren zahlreichen Regeln, Fachbegriffen, Gurgeleien und dem Snobismus zu scheuen, hat die New Yorker Kreativagentur &Walsh jetzt mit ihnen aufgeräumt.

Und das in einem Corporate Design das jenseits von Traubenillustrationen, Goldkrönchen oder abstrakten Gouachen wie im Weinhandel üblich, funktioniert.

Herrlich radikale Identity

Stattdessen räumt das neue Erscheinungsbild so knallbunt und radikal wie man es von der ehemaligen Studio-Partnerin von Stefan Sagmeister gewohnt ist, mit Konventionen und mit Attitüden auf.

Mit einem prägnanten Custom Font, der in unendlicher Wiederholung des Wortlogos Stompy, die Tätigkeit des Traubenstampfens visualisiert.

Den verschiedenen Weinkategorien wie White, Red, Sparkle und E.ros, sind unterschiedliche knallige Farben zugeordnet, die für eine schnelle Unterscheidung sorgen – für Kunden und für das Stompy-Team.

Darüber hinaus hat der finnische Grafikdesigner Tommy Tarvonen ein Set bunter, illustrierter Sticker gezeichnet, die prikelnde Zungen oder mit Blumen bewachsene Weinkisten zeigen und die für die Weinlieferungen, die Geschäftsausstattung, für Rechnungen oder Grüße verwendet werden.

Knallbunter Eigensinn

»Wine your way« eben wie einer der Slogan heißt oder »Like a wine club, but absolutely not like a wine club«.

Gleichzeitig drücken Individualität und Eigensinn sich in verschiedenen Settings aus, die &Walsh gestalteten und in denen – ganz im Toiletpaper-Style von Maurizo Cattelan – in knallfarben und herrlich surreal, aufeinandertrifft was eigentlich nicht zusammengehört.

Oder was soll man von einer Retro-Kinderschreibmaschine halten auf der ein Plastikfuß mit übergezogenem Socken, den Stompy-Schrift tippt?

 

 

Produkt: eDossier: »Weißraum in Print, Web & Mobile«
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Kommentar zu diesem Artikel

  1. (Shop ist ja nur für/inUSA)- ist witzig… solche wilden Etiketten sind allerdings in Deutschland fast unverkäuflich… viele VerbraucherInnen feinden die “witzig” laut vielerlei Marktforschung, aber kaufen dann nicht sondern eher seriöse Etiketten. Innovationen im Weinmarkt sind immer eine Gratwanderung…

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