Visueller Trend 2019: Expressive Verfremdung

Als wichtiger Bildtrend 2019 gelten ausdrucksstark – oft auch analog – verfremdete Gesichter.



@ Adobe Stock

Es ist ein Fototrend, der aus dem Netz kommt, dem größten Tummelplatz der Selbstdarstellung, den es je gab. Unzählige Menschen wollen dort ihre Gefühle und ihre Individualität zum Ausdruck bringen – oder auch mal in eine andere Identität schlüpfen. Was auf Social-Media-Plattformen wie Snapchat oder Instagram inzwischen oft auch durch digitale Face-Filter geschieht.

Die Bildtrend-Experten von Adobe Stock haben beobachtet, dass dies sich nun auch in der Fotografie beziehungsweise in der Nachfrage nach Stockbildmotiven niederschlägt. Teilweise findet die Verfremdung von Gesichtern auch hier digital statt, sei es durch Collagen, das Einfügen illustrativer Elemente, Glitch- oder Farbeffekte.

Noch häufiger suchen Fotografen aber durch analoge Mittel nach neuen, expressiven Ausdrucksformen. Es wird mit grellen Make-ups experimentiert, persönliche Makel von Narben bis Zahnlücken werden offensiv inszeniert, um gängige Schönheitsideale zu durchbrechen. Andere setzen durch die Interaktion mit Objekten oder schräge Verkleidungen Statements, wobei das Themenspektrum von Klimawandel bis zum Öffentlichmachen von Depressionen reichen kann.

Es geht also oft auch stark um Veränderung – der Grund, warum bei Adobe Stock dieser visuelle Trend als »disruptive expression« bezeichnet wird.

Als kreative Schrittmacher nennen die Trendforscher Szeneikone Scotty »Sussi« Sussmann oder die Künstlerin Cinta Tort Cartró. Hier geht‘s auf der Website der Bildagentur zu einer Auswahl entsprechender Motive.

 

@ Adobe Stock

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2 Antworten zu “Visueller Trend 2019: Expressive Verfremdung”

  1. Katja sagt:

    Interessante Bilder, ich finde sie weder krank noch hässlich 🙂 Es sind Hingucker jenseits des langweiligen Einheitsbreis.

  2. Klaus sagt:

    das Hässliche soll normal werden…..vollkommen krank und unschön

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