Ein Ball mit 36 Kameras fotografiert aus der Vogelperspektive

Die erste Panorama-Wurfkamera weltweit wurde per Crowdfunding finanziert.



 

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Johannes Pfeil war schon immer ein großer Fan von Panoramaaufnahmen. Auf Reisen war er daher stets damit beschäftigt, ein Bild nach dem nächsten zu machen, um daraus später am Rechner ein Panoramabild zusammensetzen. »Das hat nicht nur unglaublich viel Zeit, sondern auch die Nerven meiner Reisegruppe beansprucht«, verrät der diplomierte Ingenieur für Technische Informatik. Und so entstand die Idee zu Panono, einem Ball den man in die Luft wirft und der aus der Vogelperspektive eine 360°-Aufnahme macht.

36 Kameras im Inneren des Balls lösen am Scheitelpunkt der Flugbahn simultan aus und halten jeden Winkel der Umgebung fest. Die so erzeugten Einzelaufnahmen werden via W-LAN in die Panono-Cloud geladen und zu einem Bild zusammengerechnet. Das Ergebnis sind hochauflösende Rundum-Panoramen ohne blinde Flecken oder Ghosting-Effekte, die man im Anschluss über die Panono-App, den Browser und soziale Medien ansehen teilen kann.

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Das Projekt eröffnet allerdings nicht nur dem Selfie-Hype neue Perspektiven, denn mit mehr als 100 Megapixeln Gesamtauflösung genügt die Ballkamera auch hohen qualitativen Ansprüchen. Nachfrage gibt es auch aus dem B2B-Bereich. Bereits 2014 hatten Marken wie Lufthansa und BMW den Prototypen der Kamera genutzt. Der Autohersteller etwa setzte die Panono für den Auftritt auf der Auto China 2014 in Peking ein.


Rund vier Jahre hat Pfeil gemeinsam mit seinen damaligen Kommilitonen Qian Qin und Björn Bollensdorff das Start-up an dem Projekt gearbeitet. Nach mereren Crowdfunding-Runden, der letzten im Februar 2015, ist der Kameraball nun im Handel erhältlich. Erhältlich ist die Panono Explorer Edition im Panono-Shop zum Preis von 1.499 Euro. Der Versand startet im September 2015. Mittelfristig soll es eine Consumer-Variante zum Preis von rund 600 Euro geben.




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