Komplex und individuell: Museums-Branding setzt auf Flexibilität

Das MCA Chicago beweist Mut und zeigt sich in neuer, auffallender Corporate Identity. Dahinter steckt (mal wieder) Design aus den Niederlanden …



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© MCA Chicago

 

Am 11. November 2015 präsentierte das Museum of Contemporary Art Chicago (MCA) sein neues, ungewöhnliches Corporate Design. Das neue Logo ist der Öffentlichkeit bereits seit Februar bekannt.

»Kompliziert«, »zeitgenössisch«, »halbfertig«, »typisch niederländisch«, »Erstsemester-Projekt«, »auf den Punkt« – die Stimmen und Kommentare bei den Kollegen von der Online-Plattform Brand New zum Redesign für das MCA Chicago sind vielfältig wie das Branding selbst.

Vergleiche zu anderen modernen Designs kamen auf: Corporate Designs für das NRWForum, über das wir hier berichtet haben, oder für das Whitney Museum of American Art in New York. Die Corporate Identities haben zudem eines gemeinsam: die Designs stammen aus der Feder von Kreativen aus den Niederlanden, allerdings aus verschiedenen Studios und Agenturen.

Für das Redesign des MCA Chicago sind Mevis & Van Deursen verantwortlich, die eng mit dem Inhouse-Kreativ-Team des Museums zusammen gearbeitet haben. Dylan Fracareta, Design Director des Museums, präsentierte die neue Corporate Identity der Öffentlichkeit Mitte November.

Das Erscheinungsbild, basierend auf einem Raster und typografischen Einheiten, beweist Flexibilität und Modularität. Gar ein bisschen zu viel davon? Die Herleitung des eigens für das Projekt kreierte Schriften-System scheint tatsächlich kompliziert, zeichnet sich jedoch ebenso durch Individualität aus.

Warum dieses Raster? Chicago weist von oben betrachtet einen ähnlichen Gitter-Aufbau auf. Und weil sich der Gebäudeplan des MCA Chicago aus Quadraten zusammensetzt, entschieden sich die Gestalter für ein solches Raster-Element als Grundlage für die neue Identität.

So stehen dem Monogramm und dem Logodesign des MCA Chicago verschiedene Varianten zur Verfügung, die dem neuen Corporate Design eine gehörige Portion Temperament verleihen.

Ob nun kompliziert oder stylish, ein Hingucker ist das neue Design allemal, vor allem im Vergleich zum alten Logodesign.

Variantenreichtum scheint derzeit en vogue, was sich auch andernorts beobachten lässt: So sind 10 Milliarden Logovariationen in einem Design möglich.

Vorher-Nachher Logodesign MCA Chicago:

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© MCA Chicago

 




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