Öko, ungestüm – und unendlich cool: Papa Tom branded Wildling
Wildling ist eine Streuobstschorle aus schwäbischen Äpfeln und wilder Brennnessel – und mit einer Identity vom Studio Papa Tom, das zeigt, dass eine nachhaltige Schorle keineswegs brav und öko aussehen muss. Und erst recht nicht nach Kinderkarte.

Wildling kommt aus dem Schwäbischen Mostviertel, aus Backnang bei Stuttgart, wo auch das Studio Papa Tom sitzt.
So ist dieses Naming, Packaging, die Website und der POS-Auftritt quasi ein Heimspiel. Und was für eins.
Zarte Apfelbaum-Illustrationen sucht man hier genauso vergeblich wie Ökogrün oder dezente Braun- und Beigetöne.
Denn Wildling sollte kein Produkt werden, »das im Getränkekühlschrank freundlich lächelt und hofft, dass jemand aus gutem Gewissen zugreift«, wie es von den Kreativen heißt.

Selbstbewusste Schorle
Stattdessen hat Papa Tom die Streuobstschorle, die zudem mit Brennnessel versetzt ist, mit reichlich Personality versehen – und vor allem auch mit einem wilden Touch.
Ganz so wie die Brennnessel es ist: ungestüm, herb, selbstbewusst wehrhaft – und voller Energie.
Eine Apfelsaftschorle, die alles andere als brav ist und am Abend nicht wie ein Verzicht wirkt, sondern wie eine »alkoholfreie Alternative mit eigener Präsenz«.

Unberechenbar – auch in der Schrift
Knallorange leuchtet Wildling und ist mit einem rasanten W auf dem Etikett versehen. Das ist ein Statement, genauso wie das Wildling-ABC mit seinen uniquen Unregelmäßigkeiten Ausbrüchen.
»wächst wild schmeckt wild« heißt es und dazu scheint der gesamte Auftritt immer in Bewegung.
Mit Farbverläufen versehen, nimmt das Wortlogo seinen eigenen Weg, morpht, lässt die Buchstaben ineinanderfließen oder löst sich auf eigene Weise auf.
Gleichzeitig ist die Bildwelt so unberechenbar wie ein Gang in den tiefen Wald. Schleier und Unschärfen ziehen sich durch das Erscheinungsbild, die Sonne blendet, Szenerien sind verwackelt und statt des großen Ganzen, wird immer auf den Ausschnitt gehalten.

Erwachsen und unique
Nichts ist süß hier, aber alles ist aufregend – und so unerwartet wie der Geschmack.
Und dabei greift alles ineinander. Von der Rezeptur und dem Naming zu den kleinen Glasflaschen, die ein wenig an Bier erinnern, den Etiketten zu den weißen Kisten, den sonnengefluteten Plakaten und der Schrift, die sich ihren eigenen Weg bahnt.
So erwachsen sah Apfelsaftschorle seither nicht aus. Und auch nicht so cool – und macht so eine ganz neue Kategorie im Non-Alcoholic-Segment auf.

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