Best-of Grafikdesign und Typografie: Die Gewinner des TDC 2018 – Teil 3

Leitsystem als Hüpfspiel, Landschaft, die zum Etikett wird und ein Magazin, das auf die Seite gedreht ist: Wir zeigen exklusiv die Gewinner des Type Directors Club 2018.



International geht es auch im dritten Teil der Reihe der Gewinner des TDC 2018 zu.

Die chinesische Designagentur 3LBrand verwandelte den Vers Wan Timo, der so viel wie »Den Abend überschauen« bedeutet, in ein Design-Element, in dem das typografische Bild die Konnotationen des Wortes ausdrückt.

Eine andere Auszeichnung des TDC ging an das Designstudio Étage Group aus Kasachstan, das sein eigenes Magazin herausbringt. Étage heißt es, beschäftigt sich mit Design-Prozessen, Kunst, Architektur, Mode und Business, druckt viele Interviews und Porträts Kreativer. Um 90° im Layout gedreht, will das Magazin einen neuen Dialog mit dem Leser eröffnen.

Die Landschaft hingegen, aus der der Wein Longview Vista stammt, hat das australische Studio Voice auf dessen Label gebracht. Die tiefen Täler und umwerfenden Aussichten übersetzte es in ein klares Erscheinungsbild, das diese abstrahiert zitiert und mit seinem Druck mit schwarzer Folie die Berge und Täler auch erfühlen lässt.

Auf besondere Weise gedruckt sind auch die Uncontrolled Types Plakate der Designagentur SHA Inc. aus Tokio, die eine Plotter Methode entwickelte, die digitale Informationen in mechanische Bewegungen übersetzt und Buchstaben mit Pinseln, Stiften oder Kugelschreibern zeichnet. Versehentliche Kratzer, die aus Reibung oder Gewicht entstehen, sind dabei ausdrücklich erwünscht.

Mit Buchstaben beschäftigt sich das Bilingual Lettern Project von Tien-Min. Auf einer großartig designten Website werden Kenji und lateinische Sprache in ihrer Ausdrucksform miteinander verglichen. Dabei wurde das Wort Type in den beiden verschiedenen Schriftsystemen geschrieben und mit der Persönlichkeit der Scripts experimentiert.

Die Form von Sushi und der Seetang, mit dem es gewickelt ist, inspirierten den jungen Artdirector Koichi Sugiyama und sein Studio Maru zu einer Reihe von Plakaten. Besonders sind dabei nicht nur die Abstraktionen, sondern auch die Plastizität des »Seetangs«.

Eine große Freude ist das Leitsystem »The Place to Be«, bei dem das römische Etaoin Shrdlu Studio gleich drei Ausstellungen im MAXXI Museum verband. Besonders aufregend ist dabei die Kinderroute, die junge Besucher an die Kunst heranführen sollte und sich zwischen Schnitzeljagd und Hüpfspiel bewegt.

Weitere TDC-Gewinner 2018 gibt es am nächsten Freitag. Die vorherigen Teile hier: Teil 1, Teil 2.

 


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