Best-of Grafikdesign und Typografie: Die Gewinner des TDC 2018 – Teil 1

Ein wahres Dreamteam, Steckbuchstaben und Op-Art, Typo, die schmerzt und schönstes Seetang-Branding: Wir zeigen exklusiv die Gewinner des Type Directors Club 2018 aus New York.



Ein Höhepunkt der Gestalter-Szene ist die alljährliche Bekanntgabe der Gewinnerarbeiten des Type Directors Club New York.

Und auch 2018 zeigt er erneut das Beste aus Typografie und Kommunikationsdesign und eine unglaubliche Bandbreite an Arbeiten.

Aus mehr als 2000 Einreichungen prämierte die Jury auch in diesem Jahr mehr als 300 und auffällig war die hohe Anzahl von Studierenden unter den Gewinnern.

In den nächsten Wochen zeigen wir ein Best-of der Arbeiten in einer 6-teiligen Serie, die in die ganze Welt führt.

Bei Vika in Moskau entstand die modulare Schrift Structura. Sechs Module aus Acryl wurden dazu ausgeschnitten und neben Schrift kann man mit ihnen Icons, Muster, Bilder und sogar 3D-Strukturen stecken – in schönstem Schwarzweiß und auf gelochtem Untergrund.

Besonders anschaulich hingegen ist ein Schriftzug, den das Londoner Studio There Is für das US-Magazin Wired entwickelte. Für einen Artikel über chronische Schmerzen und allem, was damit zusammenhängt, visualisiert das Wort »Pain« die stechenden Schmerzen so spitz und mäandernd, das es schon beim Hinschauen weh tut.

Die 8. Brumen Biennal ist der wichtigste Design-Wettbewerb Sloweniens und dafür entwarfen Anja Delbello und Aljaz Vesel vom Studio AA aus Ljubljana eine Serie von Plakaten, die sich ganz um die Zahl 8 drehen. Konstruiert aus acht feinen Linien, ist die Gestaltung der Zahl gleichzeitig eine Hommage an das Corporate Design der Olympiade in Mexiko 1968 und weht wie eine Flagge.

Traumkunde, Traumprojekt – und traumhaftes Ergebnis: Was 1991 als Baseball-Projekt in einer vergammelten Baulücke in Harlem, New York, begann, wurde 2011 zur Dream Charter School. Ein hoffnungsvolles Schul-Projekt, das 2016 über die Grenzen New Yorks expandieren wollte und die Agentur Jones Knowles Richie mit einem Erscheinungsbild beauftragte.

Rund um das 5-eckige Schlagmal beim Baseball gestalteten die Kreativen eine Identity, die als erweiterbares System funktioniert, mit gestickten Dream-Schriftzügen kombiniert ist, mit Bildern der coolen Schüler und sich sogar in das ikonische I ❤️New York verwandelt. Und dazu gibt es allen Grund, denn inzwischen ist nicht nur eine neue Highschool in der südlichen Bronx errichtet worden, sondern sind zusätzlich Programme in Newark gestartet.

In Bewegung ist auch Lofoten Seaweed, ein junges Unternehmen im nördlichsten Norwegen, das Seetang vertreibt. In dem Corporate Design, das die Agentur bynorth entwickelte, vermeidet sie die üblichen Lofoten-Klischees von rauem Meer und Einsamkeit und lässt stattdessen den Schriftzug wie Seetang im Wasser Wellen schlagen, unterstreicht die Exklusivität des Produkts mit schlichter, eleganter Gestaltung – und versieht es mit kecken Claims.

»From Lofoten weed Love« heißt es da, »Full of Vitamin Sea« oder »Weed that’s good for you«.

So nachhaltig wie der von Hand geerntete Seetang sind auch die Verpackungs- und Veredlungsmaterialien.

Der zweite Teil der TDC-Preisträger folgt nächsten Montag.


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