Visuelle Trends 2018

Der Jahreswechsel naht – und mit ihm die Trend-Vorschauen für 2018. Die Experten von Adobe haben Interessantes ausgemacht.



© Adobe Stock

 

Was Trends in der visuellen Kultur angeht, sind immer die Prognosen von Bildagenturen besonders spannend. Zum einen können sie an der Nachfrage der User deutlich ablesen, wohin die Nachfrage geht. Zum anderen haben sie großes Interesse daran, Trends zu erkennen und dingfest zu machen, um ihren Kunden auch in Zukunft das richtige Material zur Verfügung zu stellen.

Wenn dann auch noch wie bei Adobe Stock ein mächtiges Unternehmen dahintersteht, das mit erheblichen finanziellen Mitteln amtliche Trendforschung betreiben kann, lohnt es sich, genauer hinzusehen. Wir haben die ersten Trends, die Adobe Stock für 2018 dingfest gemacht hat, genauer angeschaut. Mehr dazu kann man hier sehen und lesen.

 

Berührung und Haptik (siehe Bild oben) 

Die meiste Zeit des Tages schieben wir virtuelle Dinge auf Bildschirmen herum. Der Mensch ist wohl doch nicht dazu geboren, die Welt nur so zu erleben … Man sehe einen unglaublichen Schub »in Richtung tatsächlicher Verbindungen, realer Berührungen und wirklichem Zusammensein mit jemandem im gleichen Raum«, erklärt Brenda Milis, bei Adobe Leiterin Creative Services and Visual Trends.

 

Stille und Einsamkeit

Keine Frage, angesichts der Info- und Reizüberflutung, der wir ständig ausgesetzt sind, ist die Sehnsucht nach Stille und Einsamkeit eine natürliche Gegenreaktion. Nicht jeder schafft es, diesen Wunsch mal zu verwirklichen. Aber träumen darf man ja wohl – besonders gut geht das mit Hilfe schöner Bilder. Motive dieser Art könnten 2018 verstärkt gefragt sein.

© Adobe Stock

 

Kreative Realität

Auch hier geht es letztlich um Alltagsfluchten. Doch der Name, den die Adobe-Stock-Trendforscher diesem Trend gegeben haben, ist ein wenig verwirrend. Gemeint ist wohl die kreative Verwandlung von Realität in magische, bunte Fantasiewelten. Keine Frage, solche Bilder werden auch 2018 große Anziehungskraft haben.

©Adobe Stock

 

Das flüssige Selbst

Hier wird‘s komplizierter. Sagen wir es mal so: So komplex die Gesellschaften sind, in denen wir leben, so komplex ist es auch, sich mit seiner Identität darin zu positionieren – und zwar nicht nur innerlich, sondern auch optisch. Diesen differenzierteren Selbstbildern müssen Bildagenturen und die Medien insgesamt mit ihrer Bildsprache Rechnung tragen.

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Multilokalismus

Als Bewohner des globalen Dorfs fühlen wir – insbesondere die beruflich und privat Vielreisenden – uns an vielen Orten zuhause. Da trägt jeder sozusagen ein Stück Multikulti in sich. Ein Lebensgefühl, das natürlich auch Marken visuell aufgreifen.

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Geschichte und Erinnerung

Die Suche nach den Wurzeln ist vielleicht auch eine Reaktion auf den Multilokalismus und geht gleichzeitig mit ihm Hand in Hand. Möglich ist ebenfalls, dass wer so viel Neues zu verdauen hat wie wir in unserem permant upgedateten Zeitalter, sich erstmal über die Vergangenheit klar werden will. Jedenfalls stellen die Trendforscher eine deutliche Tendenz zur »Geschichte als Inspiration« fest.

© Adobe Stock

 

Letzteres finden wir bei PAGE übrigens auch sehr spannend – siehe etwa unsere neue Reihe über Illustratoren, die nicht in Vergessenheit geraten sollten (wie Eva Johanna Rubin oder Tom Seidmann-Freud oder tolle designhistorische Bücher wie Jens Müllers neues Standardardwerk über deutsche Designgeschichte.

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