Sterben, aber wie?

Erhängen, vergiften oder von der Klippe springen? Heike S. Bühler entwirft Selbstmord-Quartett.



Erhängen, vergiften oder von der Klippe springen? Heike S. Bühler entwirft ein Selbstmord-Quartett.

Im Quartett kann man sich so einiges erlauben, was sonst vielleicht nicht so politisch korrekt ist. Da gibt es das Tyrannen-Quartett, das Rauschgift-Quartett, das Seuchen-Quartett – und jetzt auch das Selbstmord-Quartett.

Die Hamburger Künstlerin Heike S. Bühler und ihr Studiobühler präsentieren es am 6. Juli als ihre erste hauseigene Edition.

Es besteht aus 32 Spielkarten, die nach Art des Selbstmords in acht Kategorien unterteilt sind und von Vergiftung über großen Blutverlust bis hin zu Idealismus reichen. Bewertet wird der jeweilige Suizid nach der Erfolgsquote, der Medienwirksamkeit oder dem Reinigungsaufwand.

Auf den Punkt, in schlichten Motiven und mit gewollt wackeligem Strich, ob es nun darum geht, an ein Starkstromkabel zu fassen oder sich von einem Amateurzauberer zersägen zu lassen, hat Heike S. Bühler sie illustriert – und ob es letztendlich darum geht, sich erfolgreich umzubringen oder sondern erfolgreich zu überleben, kann beim Spielen jeder für sich selbst entscheiden.

Gelauncht wird die Edition 01 am 6. Juli mit einer Ausstellung – und mit Florian Waldvogel, Direktor des Hamburger Kunstvereins, der seit 21 Jahren mit Hilfe von Zigaretten versucht, sich umzubringen und mit Dirk Plähn, der auf Tatort-Reinigung spezialisiert ist.

Das Selbstmordquartett erscheint in einer Auflage von 100 Stück ist kostet 30€.

Hier geht es zu weiteren Quartetten, die wir neulich vorgestellt haben.


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2 Kommentare


  1. wolfgang

    Gestalterischer Müll


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