Der Berliner Grafikdesigner, Gründer des Studio m23 und Professor Fons Hickmann, eröffnet eine Übersichtsschau seiner vielfach preisgekrönten Arbeiten.
Fons Hickmann ist fest verwoben in der Welt des Grafikdesigns. Und das nicht nur mit seinem Studio m23, das bekannt und preisgekrönt für seine umfassenden visuellen Systeme, gerade auch im Kulturbereich.
Und dann sind da noch seine eigenen, vielfach preisgekrönten Plakate, die die visuelle Kommunikation bis heute prägen.
Durch mehr als 30 Jahre seiner verblüffenden Plakatgestaltung, im persönlichen und auch im Studio-Zusammenhang, führt jetzt das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst in Cottbus.
»Plakate von heute und davor« ist die Ausstellung überschrieben, die nicht nur auf die Sammlung des Museums selbst zugreift, das früh damit begonnen hat, die Arbeit des Gestalters zu sammeln, sondern auf eine umfangreiche Schenkung von Hickmann selbst.
Was Plakate alles sein können
Die Ausstellung zeigt, wie Hickmann seinen Anspruch: »Kein Projekt ist wie ein anderes und so ist es nur konsequent, dass jedes Projekt seine, ihm eigene Ästhetik verdient«, umsetzt – und dabei die Möglichkeiten visueller Kommunikation immer wieder neu erforscht.
So verwandeln Elektroklänge sich in eine optische Täuschung und Jazz in experimentelle Typografie, löst die Ankündigung eines Plakatfestivals sich in schönste Streifen auf und bringen ein paar Satzzeichen nicht nur die Vagina Dialoge auf den Punkt, sondern auch die Lesung, in der sie präsentiert werden.
Hinzu kommen Textplakate wie »Religionen sind verschwunden«, die zeigen, wie Hickmann immer wieder zu gesellschaftlichen und zu politischen Themen Stellung bezieht.
Weil Plakate natürlich am besten wirken, wenn man sie im Original und an der Wand sieht, sollte man bis zum 6.12.2026 (Eröffnung 2. Oktober) in das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst Cottbus reisen, das im ehemaligen Dieselkraftwerk untergebracht ist.
Wer das nicht schafft, den führt die Publikation »Poster – Now and Then«, die begleitend zur Übersichtsschau bei slanted erscheint, durch Hickmanns Werk.