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»Buying Borussia«: Launige Mockumentary zum Start der Bundesliga

Saint Elmo’s startet seine Arbeit als neue Kreativ-Agentur von Borussia Dortmund mit einem amüsanten Dreiminüter, der sich um die Kommerzialisierung des Fußballs dreht – und um den schnöseligen Sohn eines reichen Papas, der den BVB kaufen will.

Nicht erst seit dem FIFA World Cup diesen Sommer ist eines der großen Themen im Fußball dessen Kommerzialisierung.

Dem nimmt sich jetzt auch Saint Elmo’s in ihrer ersten Arbeit nach ihrem Pitch-Gewinn für Borussia Dortmund an. Schon zuvor haben die beiden für die Kampagne »Balls for Balls« zusammengearbeitet, jetzt ging der Kreativ-Etat des Vereins an die Agentur.

Und die setzen damit einen ganz eigenen Ton, satirisch und amüsant, durch die Blume erzählt sozusagen und nicht gerade das, was man zum Bundesliga-Start von einem Fußballverein erwartet.

Aber natürlich erzählt der Dreiminüter, in dem es vordergründig um den schnöseligen Milliardärs-Erben Maximilian von Winterfeld Junior geht, Papasöhnchen sehr reicher Eltern mit bestickten Samtschuhen und großen Dünkeln, nur vordergründig von ihm.

Davon, dass er sich den Verein zum Geburtstag selbst schenken möchte und deswegen dort eine Runde dreht, das Stadion unter die Lupe nimmt und sich einer Führung anschließt. Ahnung vom Fußball hat er null. Nachwuchsförderung? Frauenmannschaft? Von Alexandra Popp hat er noch nie gehört, nur von Jürgen Popp.

Wie soll sich Cristiano Ronaldo in der Umkleide mit ihrem schreddeligen Föhn bloß seine Haare machen?

Nicht einfach, aber lustig!

Das ist so unterhaltsam wie launig, allen voran der Stand-up-Comedian Max Früchtl, der den schnöseligen Winterfeldt Junior gibt. Und es erzählt vor allem von dem Verein selbst.

Von den Menschen, die hinter dem Verein stehen, dessen Verwurzelung in der Region, von der Fankultur und dem Selbstverständnis, dass der BVB mehr ist als die Wachstumskurven und Renditeerwartungen, die an ihn geknüpft sind. Denn schließlich ist Borussia Dortmund ein börsennotierter Verein.

Und hat zum Saisonstart der Bundesliga ein Statement veröffentlicht, in dem er sich klar zu der 50+1-Regel bekennt. Im europäischen Vergleich ist sie einmalig und gilt als ein Schutzschild gegen Übernahmen.

Sie bestimmt, dass der Verein immer mehr als die Hälfte der Stimmrechte an seiner ausgelagerten Profi-Gesellschaft behalten muss. Fans und Mitglieder haben das letzte Wort bei wichtigen Entscheidungen und gleichzeitig soll die Regel verhindern, dass ein einzelner Investor die alleinige Macht übernimmt.

Die Mockumentary, die für den internationalen Markt auf Englisch gedreht wurde und mit deutschen Untertiteln versehen ist, wirft einen Blick darauf, wie kommerzialisiert der Fußball heute ist und zeigt den schwierigen Spagat, das zusammenzubringen.

Und das alles auf ironische, unterhaltsame Weise. Und das tut gut. Denn gemeckert wird ja sowieso schon genug.

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