Was für eine aufregend illustrierte Reise nach Afrika: Auf Safari!

Wilde Tiere, exotische Gefilde und jede Menge Abenteuer: Der Berliner Illustrator Florian Bayer hat sein erstes Kinderbuch verlegt. Und was für eins! Wir sind begeistert von Auf Safari!



 

Der Berliner Illustrator Florian Bayer, der in seinem Kreuzberger Shake Your Tree Studio analoge und digitale Zeichenkunst für 11 Freunde, Die Zeit, Dummy oder Guardian mitreißend verbindet, für diverse Designstudios und die Transmediale arbeitet, hat mit Auf Safari! sein erstes Kinderbuch gezeichnet.

Und das versetzt einen nahezu in Heinz-Sielmann-Zeiten, denn wild und exotisch preschen die Tiere durch die Savanne und bieten dabei jede Menge Überraschungen.

Schließlich hat Florian Bayer ungewöhnliche Exemplare im Visier und zeigt »Was Afrikas wilde Tiere alles können«. Und deswegen sieht man nicht einfach ein Krokodil, sondern das stromlinienförmige Nilkrokodil, die Schnappkieferameise, die eine wahre Sprungexpertin ist, die Mähdreschermaultermite, die sich als Chemiebotschafter hervortut und dazu kämpfen Giftschlange und Honigdachs miteinander, während ein fauchender Löwe sich mit einem Steppenschuppentier abmüht. Eventuell vergeblich, denn wir lernen in einem der Texte von Alicia Klepeis, das deren Panzer fast perfekten Schutz bietet.

Statt aufgesetzter Pädagogik flirren jede Menge Abenteuer und Action durch die Buchseiten – und genau das hatte Florian Bayer auch im Sinn.

Er wollte an die Faszination anknüpfen, die in seiner Kindheit die Dino-Bilder von Zdeněk Burian bei ihm ausgelöst haben und in denen die Rohheit und Brutalität der Natur ebenso selbstverständlich waren wie ihre Lieblichkeit und Schönheit. »Ganz besonders natürlich in den Kampfszenen, die ich als Kind besonders faszinierend fand. Aber auch bei friedlichen, stilleren Motiven spürt man, dass die Natur auch dunkle, bedrohliche Seiten hat«, sagt er.

Diese beiden Seiten vereint er besonders in den doppelseitigen Actionszenen, gezeichnet in schönsten Retrofarben, bei denen er sich ganz in seine Zdeněk-Burian-Kampferinnerungen hinein hat fallen lassen.

Der Gestaltungsprozess des Buches entstand schließlich in enger Zusammenarbeit mit dem Team von Kleine Gestalten – und wir können uns gar nicht satt sehen an der wilden und faszinierenden Tierwelt, an den rasenden Zebras und Haken schlagenden Geparden, die die Buchseiten geradezu in Bewegung versetzen.

Florian Bayer: Auf Safari! Was Afrikas wilde Tiere alles können; Alicia Klepeis (Texte), ab 6 Jahren
, 64 Seiten, 19,90 Euro,
ISBN: 978-3-89955-781-7; Erscheint auch in englischer Sprache: ISBN: 978-3-89955-782-4


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2 Kommentare


  1. Online Redaktion

    Vielen Dank für den Hinweis, den Namen haben wir natürlich gleich korrigiert! Viele Grüße, Ihre PAGE-Redaktion


  2. Manfred Kardel

    Der Mann hieß Heinz Sielmann, nicht Hans. – Die Qualitäts-Sprünge zwischen z. B. Gepard und Löwe in den Bild-Beispielen erscheinen mit deutlich zu groß. Ansonsten ist es natürlich Geschmackssache, ob man diesem 50er-Jahre-Retro-Look huldigt (der eher für Erwachsene geeignet scheint, die – wie aus dem Begleittext hervorgeht – in ihrer Kindheit befangen sind), oder nicht doch lieber was für die Kinder von heute macht, die ja wohl die eigentliche Zielgruppe sein sollten.


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