Otl Aicher für die Olympischen Spiele 1972

Blick zurück auf die Olympischen Sommerspiele 1972: Die Design Factory International zeigt Otl Aichers bahnbrechende Plakate.



Hohn und Spott überzog die CI der diesjährigen Olympischen Sommerspiele in London – und deren Teletubby-ähnliche Figuren gleich mit. Das ist keine Ausnahme, immer wieder scheiden sich die Geister an der Gestaltung solcher Großveranstaltungen.

Eine Corporate Identity, die jedoch über alle Zweifel erhaben ist, zumindest aus heutiger Sicht, ist diejenige, die Otl Aicher (1922 – 1991) als Gestaltungsbeauftragter für die Olympischen Sommerspiele 1972 in München entwickelt hat  – von seinen Sport- und Orientierungs-Piktogrammen, über die Uniformen der Hostessen bis zum Maskottchen Waldi.

Der Nazi-Gegner Otl Aicher, der später mit Inge Scholl, der Schwester von Sophie Scholl, verheiratet war, wollte der Welt 1972 ein Deutschland in Regenbogenfarben zeigen – und ein weltoffenes. Auf ein Maximum reduziert, machte er die Sprache seiner Sport-Piktogramme universell: Wo die Strichfiguren den Ball hatten, unterschied man zwischen Hand- und Fußballer, die Turnerin streckt ihr Bein in die Höhe, der Springer bückt sich in die Startposition – und für all genügen ein paar Striche und Kreise.

Die komplette Sammlung der Sportplakate der Olympischen Sommerspiele 1972 von Otl Aicher, und das sind insgesamt 23 Stück, sind jetzt in der Design Factory International (DFI) in der Alten Seefahrtsschule Altona zu sehen.

Eröffnet wird die Ausstellung Mittwoch, den 8. August um 18 Uhr: Design Factory International, Rainvilleterrasse 4, Alte Seefahrtsschule Altona, 1. Stock, bis 14.9.2012


Interessant in diesem Zusammenhang:

Kommando Otl Aicher, das Projekt von Alexander Negrelli, das Typografie und politische Ereignisse der Olympiade 1972 in Zusammenhang bringt.


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