Die besten Programme fürs 3D-Motion-Design

Welche Tools nutzt ein toller Motion-Designer wie Sven Windszus? Er hat es uns verraten.



In PAGE 4.2019 findet sich ein interessanter Artikel über die Lieblingstools von Bildgestaltern. Den wohl höchsten Bedarf an Hard- und Software haben 3D-Artists. Wir haben bei Sven Windszus nachgefragt, mit welchen Werkzeugen und Programmen er am liebsten arbeitet. Der Berliner Motion-Designer hat schon jede Menge Preise einkassiert, von Animago über New York Festivals und Promax BDA bis Eyes & Ears Award. Zuletzt machte er mit den Idents Furore, die er zusammen mit Can Erduman für die Musiksendung popxport des internationalen TV-Senders Deutsche Welle kreierte. Wir haben Sven Windszus einige Fragen über die von ihm bevorzugte Technik gestellt.

Erstmal die Basics – welche Hardware gehört zu deinem Gerätepark?

Zwei leistungsstarke PCs für 3D- und Animations-Projekte. Manchmal kommt es auch vor, dass ich für größere Projekte Online-Render-Farmen nutze wie zum Beispiel RebusFarm oder Renderboost. Ansonsten besitze ich einen iMac für Photoshop-Arbeiten, Layouts und Storyboards, sowie einen Microsoft-Surface-Laptop, den ich eigentlich nur unterwegs brauche, hauptsächlich für Internetrecherche, aber auch für Foto und Filmsichtungen.

Welche Softwares nutzt du jenseits von Cinema 4D und den klassischen Adobe-Programmen?

Da sind erstmal je nach Projekt verschiedene C4D-Plugins, wie TurbulenceFD für Feuer- und Dampfsimulationen oder Realflow für Flüssigkeiten. Als Renderprogramm Arnold von Solid Angle.
Unter den After-Effects-Plug-ins bevorzuge ich die Particle-Engine Plexus, Newton als Physics-Engine und die Trapcode-Suite für Partikelsimulationen und 3D-Effekte. Als Freelancer in Agenturen habe ich beim Importieren und Bearbeiten von 3D-Objekten oft mit dem After Effects-Plugin Element 3D von VideoCopilot zu tun. Fürs Tracken eignen sich SynthEyes oder die After-Effects-Erweiterung Mocha.

Gibt es sonstige Tools oder kleine Helferlein von Scanner über Plug-in bis Zeichengerät, ohne die du dir ein Leben schwer vorstellen könntest oder die du vielleicht auch gerade erst entdeckt hast?

Im 3D-Bereich sind Plug-ins eigentlich nicht mehr wegzudenken. Gerade wenn es um physikalische Effekte etwa bei Flüssigkeiten, Explosionen oder wie bei den popxport-Idents um realistische anmutende Kleidung geht, stößt man mit den Standard-Tools schnell an seine Grenzen. Bei Letzterem war uns Marvelous Designer eine sehr große Hilfe. Zumal man die Software für 50 Dollar monatlich mieten konnte. Oftmals braucht man Plug-ins nur für ein Projekt, da überlegt man sich zweimal, ob sich ein teurer Kauf lohnt.

Ein praktisches Tool für schnelle Animatics im Charakter-Design ist Mixamo. Das Online-Rigger von Adobe macht es möglich in kürzester Zeit eigene 3D-Character mit Bones zu riggen und sie anschließend mit einer Vielzahl von Bewegungen zu versehen.

Als kleines Helferlein lässt sich der kostenlose Miro Video Converter empfehlen, wenn es mal schnell gehen soll und die Datei richtig klein werden muss. Während unserer Arbeit an dem popxport-Idents hat mir mein Kollege Can Erduman das kostenlose Screenshot-Tool LightShot empfohlen, um Screenshots schnell zu bearbeiten, ohne Photoshop zu öffnen. Falls ich mal wieder eine Bildsequenz von 100 Bildern falsch benannt habe, kann ich das fix mit dem kleinen PC-Tool Renamer korrigieren

Super funktioniert auch der kostenlose 3D-Converter Yobi3D. Oft bekomme ich bestimmte 3D-Modelle nur als 3ds-Max-Datei im Netz. Damit ich es in Cinema 4D öffnen kann, musste ich es bislang an Freunde schicken, die eine 3ds-Max-Software besitzen. Das geht jetzt einfacher und schneller.
Mit der 3DSoftware Sketchup exportiere ich hauptsächlich um 3D-Objekte, die ich mir zuvor in 3dwarehouse.sketchup runtergeladen habe.

Denkst du derzeit über irgendwelche Neuanschaffungen nach?

Ja, demnächst wollte ich mir eine neue Digital-Kamera anschaffen. Wahrscheinlich wieder eine Systemkamera mit Stärken im Videobereich. Aktuell warte ich noch auf den Nachfolger der Lumix GH5S von Panasonic. Als Freelancer im 3D-Bereich muss mann immer darauf achten, dass Hardware nicht veraltet. Dieses Jahr ist auch noch ein neuer Mac fällig. Da meine PCs die Renderaufgaben erledigen, wird ein neuer iMac ausreichen.

Bei den Idents für die Sendung popxport des Senders Deutsche Welle half Marvelous Designer von CLO Virtual Fashion bei der Gestaltung realistisch anmutender Outfits

 

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