Werbung für Leute, die keine mögen

KesselsKramers neuster Wurf: Ein Buch darüber, wie man aus etwas, das man nicht mag, etwas macht, das man mag ...



Allzu ernst geht es bei KesselsKramer selten zu. Weder in ihren übermütigen, berühmten Kampagnen, in denen sie den nicht-vorhandenen Komfort der Amsterdamer Billig-Absteige Hans Brinker feiern, Schüler in einer riesigen Kaugummi-Skulptur vereinen oder ein Städtchen mit einer Massenhochzeit bewerben, noch in den zahlreichen Büchern, die von einem Kaninchen, das Dinge auf seinem Kopf balanciert zu einem posierenden Dalmatiner und einer schießwütigen Kirmesbesucherin reichen.

Dass ihre Haltung zur Werbebranche eine durchaus kritische ist, haben sie schon oft betont – und oft hat ihre Arbeit etwas dadaistisches und spielt damit, die ganze Chose nicht allzu ernst zu nehmen. 

Schließlich heißt eine von KesselsKramer-Devisen »Life is too short to spend it with assholes« – und auch, es nicht mit Dingen zu verschwenden, die man nicht mag. Und wie man aus denen etwas macht, das einem gefällt, beschreiben KesselsKramer selbst und andere Partner In Crime in »Advertising For People Who Don’t Like Advertising«. Darunter Stefan Sagmeister, der erklärt wie Kündigen einen besser im Job macht, Hans Aarsman, der über die Authentizität bei der Herstellung von Bildern spricht und Alex Bogus, der über Wege nachdenkt, den Kapitalismus stärker wachsen zu lassen …


Ein Handbuch, für jeden »der schon mal ein Web-Banner gehasst hat oder bei einer Werbepause weggezappt hat« und eins, mit eigenem Blog – mit Überlebensregeln, Skizzen und News von der Buch-Tour.

Advertising For People Who Don’t Like Advertising, 240 Seiten, 100 Illustrationen, ISBN 978 1 85669 825 2
23,30 Euro.


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