Paperlux – Papierprodukte zum Innehalten

Jährliche Red Dot Awards, hochwertige Papierprodukte, detailverliebtes Handwerk. Es gibt viele Gründe, das Hamburger Studio Paperlux unter die Lupe zu nehmen. Wir trafen die Designer zum Interview.



Bild 46. Goldene Kamera

Jährliche Red Dot Awards, hochwertige Papierprodukte, detailverliebtes Handwerk. Es gibt viele Gründe, das Hamburger Studio Paperlux unter die Lupe zu nehmen. Wir trafen die Designer zum Interview.

Paperlux, Designbüro und Werkstatt aus Hamburg, ist schon seit 2007 für das Eventdesign der »Goldenen Kamera« verantwortlich. Jedes Jahr entwickelt das Team ein neues visuelles Konzept und wird dafür regelmäßig mit Preisen, wie zuletzt dem »Red Dot Award« ausgezeichnet. Grund genug, sich ihre Arbeiten genauer anzusehen – PAGE traf Paperlux zum Interview.

Um die Philosophie von Paperlux zu verstehen, muss man ganz nah an ihre Papierprodukte herangehen. 2011 gestaltete das Paperlux-Team für die »46. Goldene Kamera« von Hörzu eine umfangreiche Eventkommunikation – Einladungen, Umschläge, Antwortschreiben, Programmheft, personalisierte Schreibsets als Geschenke für die VIP-Gäste, … – wobei die Besonderheiten in den Details liegen.
Schon den Umschlag ziert eine goldgeprägte Briefmarke. Die Deutsche Post, Hauptsponsor der Veranstaltung, ist dabei dezent und kreativ als Marke integriert. Im Inneren des Umschlags befinden sich eine Reihe von Produkten.

Soraya Kuehne, Managing Director von Paperlux, erläutert die Ideen.

Bild Paperlux Soraya


PAGE: Was hat es mit dem Einladungsset auf sich?

Soraya Kuehne: Die Einladung ist eine Pop-Up-Karte, bei der dem Empfänger die goldene Kamera entgegenkommt. Innen ist sie mit goldglänzender Heißfolie verziert und sie ist im Buchdruck auf Baumwollpapier gedruckt. Alle anderen Elemente sind aus dem gleichen Material und ebenfalls im Buchdruck gestaltet. Das Einladungsset enthält als besonderes Extra ein Begleiterkärtchen, mit dem man seine Begleitung für die Veranstaltung einladen kann. Ich habe auf der Verleihung der »Goldenen Kamera« schon Frauen gehört, die sich gegenseitig erzählt haben, wie ihr Ehemann sie mit dem Kärtchen überrascht hat – auf dem Frühstückstisch, unter dem Kopfkissen, … Sie haben sie sogar aufgehoben.

Ist das Ihre Motivation bei der Gestaltung?

Uns geht es primär um die Wertschätzung der Produkte. Sie sollen zum Innehalten einladen. Selbst wenn nicht jeder das hochwertige Gmund Cotton Papier oder den Buchdruck erkennt, spürt er, dass es sich gut anfühlt und möchte es sich näher ansehen. Wir haben mehrmals E-Mails von Empfängern der Einladungen erhalten, die uns schrieben, dass sie die Antwortschreiben nicht zurückschicken werden, weil sie das gesamte Set behalten möchten. Die Leute haben sich stattdessen per E-Mail für die »Goldene Kamera« angemeldet.

Wie gewährleisten Sie diese Qualität?

Wir stecken monatelange Arbeit in die Produkte. An der »Goldenen Kamera« arbeiten wir jedes Jahr von Juni bis Februar des kommenden Jahres. Außerdem arbeiten wir mit einem festen Pool an Produktionspartnern zusammen. Unsere Partner wissen um unser Qualitätsverständnis und das spart letztlich eine Menge Zeit und Geld.


Bei der Gestaltung der »Goldenen Kamera« haben Sie viel Freiraum. Selbst die Sponsoren-Marken treten vergleichsweise dezent auf …

Wir haben uns viele Gedanken darum gemacht, wer die Einladungen erhält. Das sind Menschen, die täglich Unmengen an Post bekommen und deren Aufmerksamkeit nicht leicht zu fesseln ist. Da muss das Design hervorstechen und neugierig machen. Anstatt alles mit einem gelben Post-Branding zu überziehen, haben wir die Sponsoren-Marken immer subtil integriert: mit einem handgezeichneten kleinen Posthorn, zum Beispiel. Solange es gezielt gestaltet ist, kann man die Marken ruhig ein bisschen aufbiegen.

Woran arbeiten Sie im Moment?

Wir arbeiten immer an mehreren Projekten parallel. Aktuell sind wir schon am Design für die »47. Goldene Kamera« 2012. Gerade war die Präsentation – dieses Jahr haben wir nur 25 Minuten präsentiert, und das obwohl wir immer zwei Ideen mit Dummys vorstellen. Ich war selbst überrascht! Das zeugt schon von großem Vertrauen, das uns entgegen gebracht wird. In den kommenden zwei Wochen beginnt die Arbeit an dem Projekt für die Veranstaltung im Februar 2012. Ich verrate schon einmal so viel: Wir haben 2012 keine Angst vor Farbe.


Auch das Eventdesign zur Taufe der »Mein Schiff 2« stammt von Paperlux. Hier geht’s zum Artikel.


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