leftloft für dOCUMENTA (13)

In 10 Tagen eröffnet die dOCUMENTA (13) – versehen mit der Corporate Identity von leftloft und vorbereitet durch eine Notebook-Reihe, die die Mailänder Agentur gestaltete.



In 10 Tagen eröffnet die dOCUMENTA (13) – versehen mit der Corporate Identity von leftloft und vorbereitet durch eine Notebook-Reihe, die die Mailänder Agentur gestaltete.

Es war durchaus auch ein Raunen zu hören, als letzten April bekannt gegeben wurde, dass eine italienische Agentur die Corporate Identity für das deutsche Kunst-Großereignis entwickelt und es wurde als Vorteil ausgelegt, dass die Leiterin der 13. documenta, Carolyn Christov-Bakargiev, enge Beziehung zu Italien hat.

Doch das war schnell egal, denn das charmante, spielerische und flexible Visual der Mailänder Agentur leftloft (hier im PAGE Porträt), das aus einem Schriftzug besteht und auf ein zusätzliches Logo verzichtet, überzeugt – ganz wie die bei Hatje Cantz erscheinende Buchreihe »100 Notes – 100 Thoughts«, die im Vorfeld bereits existierende Notizbücher, Gespräche, Auseinandersetzungen, philosophische Texte oder wissenschaftliche Abhandlungen, anthropologische oder psychologische Essays, politische Traktate, persönliche Gedanken oder literarische Studien veröffentlichte – zwischen 16 und 48 Seiten lang, auf Deutsch und Englisch und in einer e-book Edition.

Leftloft, weltweit für den Stil der Moleskine Notizbücher bekannt, hat die »100 Notes – 100 Thoughts« großartig in Serie gebracht. Im Zentrum ihrer Gestaltung stand dabei die Idee: »eine Wiederholung in größtmöglicher Vielfalt anzulegen« und deshalb verwendeten sie »verschiedene Formate und Farben, aber ein durchgehendes Layout«.

Eine Entscheidung, wie leftloft sagt, »die weniger eine typografische war, sondern vielmehr dem grammatikalischem Konzept der visuellen Identität der dOCUMENTA (13) folgt und so ein Layout entwickelt, bei dem das Buch-Cover den Inhalt, d. h. in diesem Fall die Autoren, die von sehr bekannten zu neuen reichen, uniformiert, während die Vielfalt entsteht, wenn man durch die Seiten blättert.« 

Gleichzeitig wird die Reihe, blättert man sie auf, wieder zusammengeführt, denn »jedes der Notebooks enthält ein Frontisstück, das, aus allen Büchern übereinandergelegt, eine Reihe Bilder ergibt, zu denen eine Fotografie des Fridericianum von 1941 ebenso gehört wie Ansichten von Wilhelm Loths Installation auf der dOCUMENTA III im Jahr 1964.«

Die Reihenfolge des Erscheinen der Notebooks wurde von dem Team der dOCUMENTA festgelegt, bei der Auswahl der Farben legte leftloft vor allem Wert darauf, eine gute Kombination der Farben des ArjoWiggings Range Set zu erreichen. Als Font wurde Glypha für die Titel und Platin für die Texte gewählt.

In 10 Tagen ist es soweit, dann öffnet die dOCUMENTA (13) ihre Türen. Was einen dann erwartet, darüber kann bisher nur spekuliert werden. Bezüglich ihrer Visuellen Identität hat sie auf jeden Fall alles richtig gemacht!


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