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Köstlich und cool: Redesign der Berliner Confiserie Walter

Veganös, Amüsemang oder Marzahnipan: Das Designstudio Mathilda Mutant aus Mainz hat die traditionsreiche Berliner Confiserie Walter mit einem humorvollen, farbenfrohem und herrlich coolem neuen Look versehen.

Foto: Studio Biscotti

Seit 1915 macht die Berliner Confiserie Walter in Pralinen, in Marzipan und Nougat. Bis in die 70er-Jahre war sie dabei in Familienbesitz und wird heute – und einige Besitzer später – von den Geschwistern Caroline und Philipp Thiedig geführt.

Auf die strategischen Aufräumarbeiten folgte jetzt ein Redesign des Mainzer Designstudios Mathilda Mutant, bekannt für mitreißende Gestaltung und einem besonderen Blick für Details.

Das frischte die Erscheinung der Marke auf und zitiert dabei das Handwerk der Confiserie, deren Tradition und Heimat Berlin und auch den Humor des einstigen Gründers. Schließlich stand in der Schokoladenfabrik geschrieben »Bei Walter-Pralinen gibt es lachende Mienen!«

Neuer alter Berliner Bär

Das Wortlogo wurde modernisiert, die Gestaltung in neue, zeitgemäße Farben getaucht und ein besonderes Element wieder zu neuem Leben erweckt:

Beim einer ersten Besprechung des neuen Designs, zu der auch eine Stippvisite in der Schokoladenfabrik gehörte, tauchte beim Stöbern in den Regalen ein Aufkleber aus den 1970er Jahren auf. Zu sehen darauf war zu aller Überraschung der Berliner Bär, der gerade am »schnabulieren« war.

Irgendwo zwischen damals und heute muss er entsorgt worden sein – und feiert jetzt ein glanzvolles Comeback! Verschlankt und mit moderner Silhouette sitzt er lässig da und lässt sich eine Praline schmecken.

Hochwertig und mit Humor

Die Traditionsmarke, handgemacht und aus 100 Prozent natürlichen Zutaten hergestellt, ist so hochwertig wie eh und je, ist mit feiner Typografie versehen, mit cooler Eleganz – und ausgelassenem Humor.

Man kann zwischen Etepetete, Remmidemmi, Veganös, Amüsemang oder Marzahnipan wählen, benannt nach der legendären Plattenbau-Großsiedlung im ehemaligen Osten der Stadt.

Nicht nur auf den Geschenkverpackungen, sondern auf schlichten weißen Porzellanbechern sind der Bär und kesses Berlinerisch wie »Da kiekste«, »Alles Paletti« oder »Flitzpiepe« zu finden – und darüber hinaus ist noch einiges in Planung.

Foto: Studio Biscotti
Foto: Studio Biscotti
Foto: Studio Biscotti
Foto: Studio Biscotti
Foto: Studio Biscotti
Foto: Studio Biscotti
Produkt: eDossier »Type Foundries gründen«
eDossier »Type Foundries gründen«
Report: Existenzgründung im Bereich Type Foundries – Marketing, Lizenzfragen, Kundenpflege, Rechtsformen, Versicherung

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Simplicity is law. Top Umsetzung als Gesamtbeurteilung. Auf Lokalkolorit gehe ich nicht ein.

  2. Das Redesign wird sicher Marke und ist besser als vieles, was sich Neu schimpft. Das setzt sich durch. Mut und Eigenart setzen sich durch, garantiert.

  3. @Bernd: Der Begriff Plattenbausiedlung wurde nicht abwertend, sondern mit dem Begriff “legendär” versehen. Kann man machen, finde ich (Ostberliner).

    Es gibt einen schmalen Grad zwischen Lokalkolorit und Klischees. Ich glaube hier ist man eher ins Klischee abgedriftet. Der Rest des Landes findet Berlin blöd und die Berliner*innen brauchen einfach nur gute Schokolade. Ob man die mit dem Konzept abholt, bezweifel ich.

  4. Über die unnötigen Rechtschreibfehler in dem Beitrag kann man ja noch hinwegsehen, auch dass stinknormale Farben als zeitgemäß bezeichnet werden, aber dass ihr den Berliner Ortsteil Marzahn mit seinem denkmalgeschützten Dorf, den Gärten der Welt oder dem Eichepark auf eine Plattenbau-Großsiedlung reduziert, was auch nur zum Teil zutrifft, nehme ich euch selbst als gebürtiger Westberliner ein wenig übel.

  5. War diese Spießigkeit gewollt?

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