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Dignity in Dying: Sensibles Thema, kraftvoll gestaltet

Die britische Organisation Dignity in Dying kämpft für die Sterbehilfe – und das jetzt mit einem Branding der Londoner Agentur Templo, die das emotionale Thema in kräftigen Farben und smarten Illustrationen und abseits von Krankenhäusern inszeniert.

Nach alten Händen, Bildern aus Krankenzimmern oder von medizinischen Geräten sucht man in diesem Markendesign vergeblich.

Die Londoner Agentur Templo, bekannt für Arbeiten für die Organisation Free Syria’s Disappeared, für ihre 3D-Visualisierungen des Klimawandels, für ihr Redesign des Climate Change Committe oder der Black Music Organisation UD, haben jetzt den Auftritt von Dignity in Dying neu gestaltet.

Die unabhängige Organisation setzt sich für ein würdevolles, selbstbestimmtes Sterben und die Legalisierung der Sterbehilfe in Großbritannien ein.

Templo selbst sagt, dass auch eine persönliche Erfahrung, welche positive Wirkung die Entscheidung über das eigene Lebensende hat, sie darin bestärkt hat, diesen Auftrag anzunehmen

Dignity in Dying setzt sich neben dem selbstbestimmten Sterben für den Zugang zu fachkundigen Informationen über eine gute Sterbebegleitung, Schmerzlinderung und die Planung des eigenen Todes ein.

Um das alles zu visualisieren und ins Licht zu rücken, arbeitete Templo daran, eine dynamische, aktive und gut vernetzte Marke zu entwickeln.

Auf Bildern aus Krankenhäusern, von alten Händen oder medizinischen Geräten haben sie verzichtet und sich stattdessen auf Illustrationen konzentriert, die in leuchtenden Farben dafür plädieren, ein Herz zu haben, die Uhrenmetaphern aufnehmen oder zeigen, dass die Parteien von der Conservative zur Labour Party alle derselben Meinung sind.

Leuchtendes Magenta bestimmt das Design und zieht sich von Demonstrationsmaterialien und Kampagnen zu Berichten und T-Shirts und Sweatern.

Und soll vor allem auch Regierungen und Parlamentarier ansprechen. Umso wichtiger sind dabei die persönlichen Geschichten, die sich durch die gesamte Gestaltung ziehen. Dort sieht man Menschen, die nicht bestimmen durften.

Ehemänner, Freunde oder Eltern, Ole, Keith, Andrea oder Mum. Mit dem Zusatz »Campaign for …« versehen, sind ihre Porträts auf Protestplakaten zu sehen, schaffen sofort einen persönlichen Bezug und berühren einen.

Andere Schilder wiederum fordern in klarer Typografie und Magenta auf Violett oder Violett auf Türkis, »Yes to choice« oder »I’m … and I support assisted dying«.

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Das flexible Designsystem und die Kampagne sollen eine Brücke zu den Parlamentariern schlagen – und plädieren für einen echten Wandel.

Und einiges ist bereits in Bewegung geraten. Die Ärztevereinigung British Medical Association hat ihr Votum von »gegen« die  Sterbehilfe zu »neutral« geändert. In Schottland wurde ein Gesetzesentwurf eingebracht, der unheilbar Kranken die Möglichkeit der Sterbehilfe einräumt und auch auf der Isle of Man hat das Parlament einen Vorschlag gebilligt, der kranken Erwachsenen, die im Besitz ihrer geistigen Kräfte sind, sich für einen assistierten Tod zu entscheiden.

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