Bauhaus-Quellen kostenlos online downloaden

Im Jubiläums-Jahr erscheint gefühlt täglich ein neues Bauhaus-Buch. Dabei sind für Designprofis Original-Publikationen viel interessanter!



Bauhaus-Versteher haben derzeit Hochkonjunktur – mal sind sie mehr, mal aber auch weniger berufen, uns das Denken und Arbeiten an der berühmtesten Designschule der Welt zu erklären. Zumal nicht nur das Thema Grafikdesign dabei oft zu kurz kommt. Grundsätzlich scheint es oft mehr ums Privatleben der Bauhäusler zu gehen, als um ihre gestalterischen Ansätze und Innovationen.

Dabei kann eigentlich jeder professionelle Gestalter kostenlos auf die wichtigsten Bauhaus-Publikationen zugreifen, zum Beispiel auf die legendären Bauhaus-Bücher, in denen zwischen 1925 und 1930 führende Bauhäusler wie Gropius, Moholy-Nagy, Malewitsch, Mondrian, Schlemmer oder van Doesburg ihr jeweiliges Fachgebiet darlegten. Auch die Bauhaus-Zeitschriften sowie viele andere Dokumente sind online einsehbar und teils – natürlich nur zur privaten Nutzung – auch kostenlos downloadbar.

Die Designerin Andrea Riegel vom Düsseldorfer Gestaltungsbüro Riegel+Reichenthaler hat es dankenswerterweise übernommen, auf einer wunderbaren Website den Weg zu all diesen hochspannenden Quellen zu weisen. »Designgeschichte und insbesondere das Bauhaus sind meine Mission«, so Andrea Riegel, die auch schon die Plattform »Design is fine. History is mine« betreibt, wo sie schön geordnet Designfundstücke aus fünf Jahrhunderten präsentiert.

Ihre neue Site hat sie www.bauhaus-bookshelf.org genannt – schließlich soll sie wie eine Art virtuelles Bücherregal funktionieren, aus der man verschiedenste Original-Publikationen der Bauhäusler ziehen kann. Wobei man sagen muss, dass es sich um ein besonders gelungen gestaltetes Bücherregal handelt, eng, aber doch zeitgemäß an das angelehnt, was man heute als Bauhaus-Stil versteht.

Grundlage von Riegels Quellensammlung ist meist die ebenso dankenswerte Arbeit führender Museen und Bibliotheken, die ihr Material der Öffentlichkeit unter Creative-Commons-Lizenzen zugänglich machen. Um sich persönlich weiterzubilden, sind die Quellen also nutzbar, was aber nicht heisst, dass man sie nach Belieben weiterverwenden darf. Kleiner Hinweis am Rande, in einem Zeitalter, in dem Urheberrechte zum Fremdwort zu werden drohen …

 

 

 


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