Zeit sparen

Sie denken, Zeitnot und Hektik sind aktuelle Probleme? Das war schon vor 100 Jahren so!



Sie denken, Zeitnot und Hektik sind aktuelle Probleme? Das war schon vor 100 Jahren so!

Dabei hatte Professor Gottlieb Friedrich Waltzemüller damals bereits den Zeitsparer erfunden … Zumindest in der gleichnamigen, 1914 erschienenen Erzählband von Ignaz Wrobel, eines der diversen Pseudonyme des genialen Kurt Tucholsky. Die Zeitsparmaschine sah übrigens aus wie ein Bett aus Stahl. »Man legte sich hinein, und was man da an Zeit sparte – denn drinnen liefen ja die Uhren nicht, nicht die elektrischen und nicht die Sanduhren, – das konnte man beliebig irgendwo in seinem Leben wieder ankleben und einfügen, – wo man es gerade brauchte…«

Witzig, scharfzüngig und hochmodern sind die Grotesken aus »Der Zeitsparer« nach wie vor, dazu kommen wunderbare Illustrationen von Franziska Walther auf jeder Doppelseite. Es ist nicht das erste Buch, das die Weimarer Gestalterin illustriert – von dem ebenfalls beim Kunstanstifter Verlag erschienenen und mehrfach ausgezeichneten »Peter Schlemihls wundersame Geschichte« von Adalbert von Chamisso hatten wir hier bereits berichtet. »Der Zeitsparer« bezaubert unter anderem durch die Farbgebung, die sich in der Texttypo widerspiegelt: diese kommt mit roten Headlines (HVD Brandon Grotesque) und lila Fließtext daher (Greta Text Narrow). Konzeption, Illustration, Typografie und Buchgestaltung stammen von Franzsika Walther. 

Kurt Tucholsky

Der Zeitsparer

Grotesken von Ignaz Wrobel
mit 4 von Franziska Walther illustrierten Kurzgeschichten

Hardcover

Format: 12 x 19 cm
Umfang: 104 Seiten
ISBN: 978-3-942795-09-8
18 Euro
Kunstanst!fter Verlag Mannheim


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