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Tarot de Marseille divers – und in schönsten Farben

Das Tarot de Marseille, das wohl älteste Deck der Welt, wurde von der Berliner Illustratorin Tanya Teibtner aufregend neu und zeitgemäß interpretiert.

Schon der Psychoanalytiker C.G. Jung, der davon überzeugt war, dass die Psyche sich nicht nur in der Sprache, sondern auch in Symbolen oder Träumen zeigt, war von dem Tarot de Marseille begeistert.

Als es im 16. Jahrhundert entstand wurde es als reines Kartenspiel genutzt und diente ab dem 18. Jahrhundert schließlich zur Selbsterkenntnis und zur Analyse.

In den letzten Jahren hat das Erforschen seines Schicksal anhand von Tarotkarten ein Comeback gefeiert. Und das abseits esoterischer Zirkel, Räucherstäbchen und einer bedeutungsschwangeren Atmosphäre und stattdessen gerade auch in einer jüngeren, hippen Szene mit ihrer Offenheit, sich selbst zu bespiegeln und auch mal in andere Sphären abzugleiten.

Feine Linien, satte Farben

Die Berliner Illustratorin Tanya Teibtner hat besonders das französische Deck Tarot de Marseille interessiert, das als das älteste komplette Deck gilt – und hat es mit ihrer Neugestaltung ins Jetzt geholt.

Und das in leuchtendem Indigo-Druck, in zahlreichen Grün- und Brauntönen und vor allem und im Gegensatz  zu dem originalen Kartenset, das nur die weiße Hautfarbe darstellte, mit sechs verschiedenen Hauttönen.

Die verschiedenen Motive zeigt sie in feinen Linien und satten Farbflächen und in ausdrucksstarken Szenerien: Der »King of Swords« sitzt mit schwarzem Haar und ganz besonderem »Brust«-Panzer auf seinem Thron, »The Tower« steht in Flammen, »The Star« hockt nackt am Fluss während »The Moon« von Hunden angebellt wird und von einem Hummer bewundert.

Das Kartenset besteht aus 78 Karten und auf 50 Sets limitiert. Da die erste Auflage in Windeseile ausverkauft war, wird jetzt in Berlin eine zweite Auflage produziert.

 

 

Produkt: PAGE 08.2021
PAGE 08.2021
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