Porträt: Animationskünstler Robert Löbel

Wie Animator Robert Löbel charmante freie Projekte mit Auftragsarbeiten für renommierte Motion-Design-Studios verbindet.



In PAGE 11.2017 geht es in einem ausführlichen Artikel ums Thema Animation und ihre allerorten zunehmende Bedeutung. Einer der Kreativen, mit denen wir in diesem Zusammenhang gesprochen haben, ist Robert Löbel. Animation ist und bleibt seine Leidenschaft. In Hamburg studierte er in der Animationsklasse von Almut Schneider, sein Abschlussfilm »Wind« wurde vielfach ausgezeichnet und lief auf Festivals in aller Welt.

 

Zwei Jahre war Robert Löbel mit dem Film unterwegs und sammelte Credit-Points bei vielen Festivals – diese bringen dann nämlich bei der Filmförderungsanstalt Gelder für neue Projekte (hier mehr Infos zu diesem System). Zwei Filme sind inzwischen wieder fertig. Der eine heißt »Link«, dauert etwas über sieben Minuten und beschreibt einen Konflikt zwischen zwei Figuren, von denen eine bei den Wurzeln bleibt und die andere den Vögeln folgen will. Vielleicht ein bißchen das Dilemma, das auch Löbel selbst erlebt, zwischen Künstlerleben und der Alternative eines festen Jobs in der boomenden Animationsbranche …

 

Den zweiten durch die Fördergelder finanzierten Film »Island« fertigte Löbel zusammen mit seinem Freund Max Mörtl an, der sich eher in der Stop-Motion-Szene bewegt. So entstand ein zauberhafter, farbenfroher Mix aus Stop-Motion und 2D-Animation, bei dem der Sound eine Hauptrolle spielt, indem sie aufeinander reagieren.

Beide Filme sind gerade auf diversen führenden Festivals angelaufen, etwa beim Encounters Festival in Bristol oder dem Ottawa International Animation Festival. Es folgt das DOK Leipzig, das vom 30. Oktober bis 5. November Dokumentar- und Animationsfilme zeigt.

 

Daneben macht Robert Löbel zur Zeit verstärkt immer wieder Freelance-Jobs bei tollen Studios wie Sehsucht oder Dyrdee. Für Letzteres entstand zuletzt ein Projekt für den Kunden Nickelodeon Arabia – Löbel übernahm die komplette Umsetzung einschließlich Storyboard, Styleframes, Set, Dreh, Stopmotion-Animation sowie Einkauf der Utensilien. Der finale Schnitt erfolgte dann bei Dyrdee in Zusammenarbeit mit einem Soundstudio.

Interessant für alle PAGE-Leser, die sich für Animation interessieren, ist auch, dass Robert Löbel Kurse bei Keenly gibt. Die Berliner Agentur mit Schwerpunkt Bewegtbild bietet diverse interessante Workshops rund um Motion Design an.

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