Fotoband „Fluffy Clouds“

„Fluffy Clouds“ – fluffige Wolken sind auf vielen Fotos in diesem Bildband zu sehen. Aber so harmlos, wie es scheint, ist das gar nicht.



 

„Fluffy Clouds“ – fluffige Wolken sind auf vielen Fotos in diesem Bildband zu sehen. Aber so harmlos, wie es scheint, ist das gar nicht.

Erst auf den zweiten Blick merkt man oft, dass es sich bei den netten Wölkchen um den Wasserdampf handelt, der aus Atomkraftwerken aufsteigt. Der 1968 in Fürth geborene, seit 1990 in Frankreich lebende Jürgen Nefzger fotografierte sie so, wie sie in ihre Umgebung eingebunden sind. In Sellafield, England, etwa liegt ein Golfplatz direkt am Meiler, im belgischen Tihange steht ein Kraftwerk fast mitten in der Stadt, anderswo betten sich die Reaktoren in idyllische Landschaften. Alles ganz normal also? Oder sind die Betonklötze doch tickende Zeitbomben, die uns eines Tages um die Ohren fliegen? Die Bilder sind ebenso ambivalent wie unser Verhältnis zu dem Thema. Die Atomkraft ist in den letzten Jahren ein bißchen aus der Schusslinie geraten, mancher mag sogar denken, dass sie gar keine so schlechte Alternative darstellt, da sie ja immerhin nicht das Klima erwärmt. Angesichts des einsturzgefährdeten Endlagers Asse, wo 126 000 teils verrottete Fässer geborgen werden müssen, wurde in letzter Zeit aber doch klar, dass bei dieser Art der Energieerzeugung noch ein paar Problemchen zu lösen sind…

 

Jürgen Nefzger Fluffy Clouds. Ostfildern (Hatje Cantz) 2010, 144 Seiten. 35 Euro. ISBN 978-3-7757-2598-9. www.hatjecantz.de


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