Eine perfekte Liebeserklärung und …

Eine perfekte Liebeserklärung von Henriette an Heinrich und ein Gedicht als Anleitung fürs Aussteigen aus dem Alltag. 



Vor ziemlich genau 200 Jahren, nämlich im November 1811, erschoss der Dichter Heinrich von Kleist am Kleinen Wannsee erst Henriette Vogel und dann sich selbst. Die beiden hatten sich 1809 kennengelernt, pflegten – so berichten es die Zeitgenossen – eine rein platonische Freundschaft, die aber so innig war, dass sie beschlossen, gemeinsam in den Tod zu gehen (die 30-jährige Henriette war krebskrank). Der Liebesbrief, den sie kurz davor ebenfalls im November an Heinrich schrieb und der aus nichts als lauter Kosenamen besteht, ist aber alles andere als traurig, sondern ganz im Gegenteil streckenweise höchst amüsant. 

In der Reihe Petits Fours der Edition Büchergilde sind bereits Texte von Mark Twain und Schiller, Tucholsky, Goethe oder Ringelnatz erschienen – als Minibüchlein in einem Format von 9,5 mal 12 Zentimetern. Jetzt wird die Serie fortgesetzt mit »Der Himmlische Heinrich« (ISBN 978-3-86406-024-3), mit der Hand nachgeschrieben und illustriert von Yvonne Kuschel, sowie »Einmal sollte man …« von Mascha Kaléko (978-3-86406-024-6), deren Großstadtlyrik aus den zwanziger Jahren gerade als erstaunlich modern und uns Heutige ansprechend wiederentdeckt wird. Mit ihrer Aufforderung »Man sollte sich nie mehr mit Konferenzen, Prozenten oder Aktenstaub befassen«, dürfte sie manchem Burn-Out-Gefährdeten jedenfalls aus der Seele sprechen. Hier stammen die Illustrationen von der Berliner Zeichnerin Franziska Schaum. Beide Büchlein sind je 32 Seiten stark und kosten je 6 Euro. 

Wir nutzen die Gegelenheit und weisen auch auf die letztes Jahr erschienene App »Blumenraten« von Yvonne Kuschel hin. Über Bilder- und Buchstabenrätsel gilt es die Namen von Pflanzen zu erraten. 


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