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Geheimcodes für die Kreativwirtschaft: Templo branded CASI

Spannend und visionär: Das Londoner Kreativstudio Templo hat CASI, eine Initiative, die sich für Nachhaltigkeit in der Kultur- und Kreativszene einsetzt, gebranded – und setzt dabei auf ganz besondere Codes und auf kunstvolle Visuals.

2020 entstand in London die Gallery Climate Coalition (GCC), die bis 2030 in der Kunstwelt eine Reduzierung der CO2-Emissionen um mindestens 50 Prozent anstrebt und dazu abfallärmere Betriebsabläufe.

Jetzt hat die Initiative die Schwesterorganisation CASI (Climate Action Service International) gegründet, mit der sie ihre Expertise auf die Kreativwirtschaft ausweitet.

Und das mit einem Branding und einem Markensystem des Londoner Kreativstudios Templo, bekannt für seine Brandings und Kampagnen im kulturellen, sozialen, ökologischen und politischen Bereich.

Die Arbeiten der Kreativen sind immer eindrücklich, hier aber sind sie noch mal einen ganz besonderen Weg gegangen.

Nachhaltigkeit archaisch

Templo hat sich mit den Hobo-Hieroglyphen beschäftigt, einem Geheimcode, der während der Weltwirtschaftskrise weit verbreitet war, als Millionen Menschen in den USA auf der Suche nach Arbeit illegal auf Güterzügen durchs Land reisten.

Hobos, wie Obdachlose genannt wurden, und Wanderarbeiter haben mit diesen Zeichen wichtige – und manchmal auch überlebenswichtige – Informationen über die jeweiligen Orte, über Arbeitsmöglichkeiten, Nahrung, freundliche und unfreundliche Menschen, über bissige Hunde, verschmutztes Wasser und andere Gefahren hinterlassen.

Von diesen archaischen Zeichen hat Templo sich zu einem Logo und ein Markensystem inspirieren lassen, das kunstvoll ist und gleichzeitig die Dringlichkeit der Situation widerspiegelt und dabei eine ganz eigene Sprache für Nachhaltigkeit findet.

Bold und zutiefst menschlich

Das Logo für CASI zeigt eine stehende Figur, die ihre Arme über dem Kopf verschränkt und so gleichzeitig ein Auge entsteht. Und die in ihrer Form, ihren groben Kanten und kräftigen Proportionen weit in der Menschheitsgeschichte zurückgeht.

Es erinnert an früheste bildliche Darstellungen, ist eng mit der Menschheitsgeschichte verbunden und hat etwas zutiefst Humanistisches.

In verschiedenen animierten Versionen verschränkt es die Arme über dem Kopf, läuft oder verwandelt sich in ein Auge auf Beinen.

Templo Co-Founder Pali Palavathanan sagt, dass es gleichzeitig davon inspiriert ist, wie seine Tochter in der Sonne mit ihrem Schatten spielt.

Wie klug, spannungsreich und schön!

Im Gegensatz zu den archaischen Formen der Bildmarke ist das Wortlogo in einer klaren, modernen und serifenlosen Schrift gehalten, schlägt den Bogen zwischen den Zeiten und erzeugt eine mitreißende visuelle Spannung.

Gleichzeitig hat Templo ein Brandsystem entwickelt, das in ausdrucksstarken Icons, schwarz und plan und in den groben Konturen an die Bildmarke angelehnt ist, von Klimagerechtigkeit, von Energie und Müll erzählt, vom Digitalen oder von Transport.

Bildgewaltig ziehen sich diese Icons durch das Erscheinungsbild, treffen auf die leuchtenden Brandfarben, die von Violett zu Orange, einem lichten Grün und zu Erdtönen reichen.

Man kann sich gar nicht sattsehen an diesem hoch aufgeladenen und prägnanten Zusammenspiel von Historie und Gegenwart, Formen, Farben und Typografie, von dem Stilgefühl, das in der Identity steckt – und dem Anspruch einer nachhaltigeren Zukunft.

Wie passend, dass die Identity von CASI am Earth Day offiziell gelauncht wird.

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