Comic-Avantgarde trifft sich beim Hamburger Comic-Festival

Einige der besten aktuellen Comic- und Graphic-Novel-Künstler kommen zum kleinen, aber feinen Comic-Festival Hamburg



Bald ist es wieder soweit: Von 27. bis 29. September macht die Comic-Hochburg Hamburg ihrem Ruf wieder alle Ehre – mit einem über vielerlei interessante Locations in St. Pauli, Karoviertel und Neustadt verteilten Festival.

Wir stellen hier schonmal einige visuelle Hightlights vor. Das ganze Programm ist auf der Festival-Website nachzulesen.

Die wohl spektakulärste News: Auch Nick Drnaso aus Chicago wird in Hamburg sein. Dem minimalistischen Zeichner kommt das Verdienst zu, eine neue Seite in der Comic-Historie aufgeschlagen zu haben. Seine Graphic Novel »Sabrina« wurde als erster Comic überhaupt für den Man Booker Prize nominiert, einen der renommiertesten Literaturpreise der Welt. Das deutsche TV-Kulturmagazin »Aspekte« hat dazu schon einen interessanten Beitrag produziert, in dem der Zeichner auch selbst zu Wort kommt.

In Deutschland erscheint »Sabrina« im Blumenbar Verlag.

Nick Drnaso, fotografiert von Kevin Penczak

Ebenfalls in einer der fünf Hauptausstellungen zu sehen: das französische Duo Icinori, bekannt etwa durch ihr im Auftrag von Louis Vuitton entstandenes »Travel Book Seoul«, aber auch durch freie Buchprojekte. Sie zeigen ihre Arbeiten im Markthof in der Marktstraße 102.

Travel Book Seoul von Icinori

 

Icinoris Buch »L’ami« entstand am Risographen

 

Anna Haifisch aus Leipzig, bekannt für ihre Künstlerleben-Satire »The Artist« stellt ihr neues Buch »Schappi« in der Buchhandlung Strips & Stories vor. Signierstunde ist dort am 29.9., übrigens gemeinsam mit Nick Drnaso.

Anna Haifischs neues Buch »Schappi« erscheint bei Rotopol

In der Galerie in der Speckstraße gibt es wieder die Gruppenausstellung »Sieben«, die – daher der Name – sieben interessante junge Comic-Zeichner vorstellt. Darunter Nando von Arb und Sheree Domingo, deren Bücher »Drei Väter« sowie »Ferngespräch« jüngst bei Edition Moderne erschienen.

 

Sheree Domingo

Weitere besuchenswerte Ausstellungen und Veranstaltungen findet man natürlich auf der Website des Festivals. Wer an bestimmten Artists besonders interessiert ist, kommt beim Menüpunkt Künstler*innen am schnellsten ans Ziel.


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