Kleinstadt surreal: Bebra curiosa

So interessant war Bebra noch nie! Das hessische Städtchen, neu von Axel Beyer erfunden, jetzt auch als App.



Weil seine Schwiegereltern in Bebra wohnen, verschlägt es den studierten Grafikdesigner Axel Beyer immer wieder in das Städtchen, das im Niemandsland in der Nähe von Kassel und der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze liegt.

Drei Jahre lang hat Beyer dort fotografiert: Straßenzüge, Häuserfassaden, Fachwerk und Vorgärten, Bürgersteige und auch das Interieur im Haus seiner Schwiegereltern. Kleinstädtische Spießer-Tristesse wie man sie kennt. Doch Beyer verwandelte sie zu etwas ganz eigenem, geheimnisvollen und überraschendem.

Ihm schwebte »ein Miniaturwunderland vor, in dem der “bebraistische Kosmos” auf die Spitze getrieben wird« – und dazu begann er die Aufnahmen miteinander zu montieren.

Daraus entstand »Bebra curiosa«, Stadtansichten, die einen zweimal hinschauen lassen, surreale Welten, beheimatet im hessischen Hinterland, überraschende Räume und kunstvolle Irritationen. Eine eigene großartige Stadt, in der Innen und Außen aufgehoben sind, sich Hallendecken über Straßenzüge legen, Holz getäfelte Decken über Einfamilienhäuser thronen, Tapetenwände zum Horizont werden und Treppen ins Nichts führen.

2010 beim Kasseler Fotobook-Festival ausgezeichnet, liegt »Bebra curiosa« bei Seltmann+Söhne als Buch vor – und wurde jetzt auch als App herausgebracht.

Der Fotograf Andreas Magdanz, der eigene und andere Fotoprojekte bereits seit einiger Zeit für sein App-Label Magbooks aufbereitet, hat auch die »Bebra curiosa«-Applikation (3,99€) entwickelt. Gemeinsam mit Axel Beyer hat er sich dabei eng an das gedruckte Buch gehalten. Per Animation lässt sich auf dem Display wie in einem Buch »blättern«, zusätzlich kann man die Bilder hochzoomen und sich darin bewegen.


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