Luxuriöse Analogfoto-Nostalgie

Im Nederlandse Fotomuseum in Rotterdam gibt es jetzt eine Dunkelkammer – chemiefrei, aber interaktiv. Und Magnum läßt Kontaktabzüge berühmter Fotografen wiederaufleben. Es lebe der Analogfoto-Retrokult. 



Der Dunkelkammer, in der Fotografen in der analogen Ära bei der Entwicklung ihrer Bilder zauberten (etwa durch sogenanntes »Abwedeln«), wird es ebenso ergehen wie dem Plattenspieler oder der Drehwählscheibe am Telefon: Bald weiß kein Mensch mehr, was das ist. 

Eine Hommage ans Dunkelkammer-Feeling inszenierten die Ausstellungsgestalter von Kossmann.deJong für das Nederlands Fotomuseum in Rotterdam. Für eine Dauerausstellung zur Geschichte der niederländischen Fotografie verwandelten die Designer einen 250 Quadrameter großen Saal in eine nur von Rotlicht erhellte Dunkelkammer mit rund 50 »Entwicklungsschalen«. In die muss der Besucher wie früher mal eine Art weißes »Fotopapier« legen, um eine von 22 Kurzgeschichten zur Geschichte der Fotografie zu aktivieren.

Wo Abzüge nur noch simuliert, aber nicht mehr hergestellt werden, gibt es keine Kontaktabzüge mehr – auch dies eine aussterbende Spezies. Die berühmte Fotografenagentur Magnum hat in ihren Archiven gegraben und bringt jetzt das Buch »Magnum Contact Sheets« heraus. Da kommt Nostalgie auf … Wenn diese einen komplett überwältigt, kann man auch ganz tief in die Tasche greifen und die »Collectors Edition« kaufen: Für 325 Pfund liegt hier dem Buch ein echter Kontaktabzug bei. Die ganze Sonderedition mit zehn Kontaktabzügen kostet 1500 Pfund.

Eve Arnold, Joan Crawford, 1959

Martin Parr, Last Resort, 1985

Bruce Gilden, Yakuza, 1998

Magnum Contact Sheets

Edited by Kristen Lubben

ISBN 9780500543993

34.20 x 28.00 cm

Hardback

508pp

435 Illustrations, 230 in colour with over 3,600 frames on 139 contact sheets

£95.00


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