Was passiert, wenn der Gestaltung keine Grenzen gesetzt sind – und (fast) alles möglich wird? Wir fragen Grit Wolany, Trendforscherin und AI Trend Scout an der ZHdK, was KI mit der Kreativität macht.
Was passiert, wenn die vielfältige Welt der Insekten mit der reichen DNA des Schweizer Designs mithilfe von KI zusammengebracht wird, zeigt Grit Wolanys Serie »Insecta ex machina«.
Sucht man eine generative KI-Expertin und vor allem eine, die das Medium von verschiedenen Seiten aus beleuchtet, dann ist das Grit Wolany. Nach einem Kommunikationsdesign-Studium in Hamburg und vielen Jahren als Art-Direktorin hat sie an der Zürcher Hochschule der Künste ihren Master zum Thema »KI in der Kreativwirtschaft« gemacht. Und das alles zu einer Zeit, als es erst wenige KI-Tools und erst recht noch keinen Hype darum gab. Heute unterrichtet Grit Wolany KI-Kompetenz, ist Trendforscherin und AI Trend Scout an der ZHdK. Sie promptet für Agenturen und für Brands – und stellt als AI Artist weltweit aus.
Grit Wolany: Das war während meines Studiums an der ZHdK. Im Herbst 2021 und in dem Kurs »Kunst und KI«, in dem wir mit den GAN-Modellen von Runway ML arbeiten konnten. Ich habe ein paar Worte eingetippt, heraus kam ein abstraktes und irgendwie schönes Bild – und ich war sofort verzaubert. Natürlich gab es auch hässliche Bilder. Aber sie waren auf jeden Fall interessant. (lacht)