Warum man als Typograf nicht im Elfenbeinturm leben sollte

Peter Bilak hat schon immer über die Grenzen der Typografie hinaus gedacht. Ganz wie in der geplanten Dokumentation über Bhutan, wo sprechende Briefmarken die Kassen füllen und Künstler strauchelnde Bauern unterstützen …



Talking Stamps, 1973

Die Typografie hat ihren Platz mitten in der Gesellschaft – und der Gestalter erst recht. Das beweist der Typograf und Typotheque-Inhaber Peter Bil’ak – neben zahlreichen anderen Projekten wie der Revolution der Schriftlizensierung – immer wieder.

Seit 2012 tut er das mit seinem Magazin Works That Work, einer Art National Geographic des Design, das von abenteuerlich fremd genutzten Bunkern in Albanien erzählt, von einem ausgeklügelten indischen System zur Essensverteilung oder von Sendemasten, die als künstliche Palmen ihr Dasein fristen.

Für solch einen Entdecker ist der Weg nach Bhutan nicht weit ist. In dieses Königreich im Himalaya, das als einziges Land der Welt eine negative Bilanz der Kohlstoff-Ausschüttung aufweist, seine Landschaften auf einzigartige Weise schützt – und voller ungewöhnlicher Geschichten steckt.

Um diese zu ergründen, haben Bil’ak und Mitstreiter sich aufgemacht, um dort nicht nur den Premierminister, sondern auch Künstler und Designer zu treffen.

Zu deren Innovationen gehören nicht nur die sprechenden Briefmarken, die 1973 als kleine Vinyl-Scheiben gestaltet, die Geschichte Bhutans in die Welt hinaustrugen, sondern auch die ersten 3D-Briefmarken der Welt, dazu Programme, in denen Künstler strauchelnde Bauern unterstützen und Design, das die Infrastruktur des Landes fördert.

Die nächste Ausgabe von Works That Work, die Ende November erscheint wird sich Bhutan widmen. Das Filmprojekt kann man hier auf Kickstarter unterstützen …




Kommentieren

Einfach mit dem PAGE Account anmelden oder Formular ausfüllen

Name *

Email *

*Pflichtfeld

Ihr Kommentar *

 
 

Das könnte Sie auch interessieren