Die Steppe lebt – dank Sarah Illenberger und einem Team der Behindertenwerkstätten

In elf Hermès-Schaufenstern in zehn deutschen Städten lässt Sarah Illenberger Schlangen zischen und das Savannengras rauschen – in wunderbarer Handarbeit einer Berliner Werkstatt für behinderte Menschen.



KR_161020_hermes1

Sarah Illenberger, Berliner 3D-Illustratorin, die in ihrem Atelier im Wedding für die interessantesten Label und Magazine weltweit arbeitet, ist sehr genau in dem was sie tut. Nicht nur handwerklich, sondern auch inhaltlich. Neben dem Ideenreichtum und wunderbarem Humor Sarah Illenbergers ist das sicherlich einer der Gründe für ihren internationalen Erfolg.

Um für die neueste Hermès-Kollektion elf Schaufenster zum Thema Steppe einzurichten, hat sie sich in der Staatsbibliothek durch Stapel von Naturbüchern geblättert – und sich zudem mit einer der letzten Bürsteneinziehereien Deutschlands zusammengetan, einer Werkstatt für behinderte Menschen des Unionhilfswerks, in der seit 1928 hochwertige Produkte aus Borsten hergestellt werden.

Deren Mitarbeiter verwandelten Rosshaar in Grasbüschel und Ziegenhaar in Disteln, flochten Tierkörper und schnitten Borsten-Äste. So stehen Deutschlandweit jetzt Büffel gelassen in den Schaufenstern des Modelabels, rauschen Disteln und unglaubliche 1500 Savannengräser, recken sich Flaschenbürstenbäume in die Höhe, schwingen Vögel sich empor – und zischt eine Schlange mit feiner Gürtel-Zunge samt goldener Schnalle …

Noch den Herbst über ist diese formvollendete Handwerkskunst live zu sehen – zum Beispiel im KaDeWe am Kudamm Berlin.

Die Steppe from Sarah Illenberger on Vimeo.

Merken




Kommentieren

Einfach mit dem PAGE Account anmelden oder Formular ausfüllen

Name *

Email *

*Pflichtfeld

Ihr Kommentar *

 
 

Das könnte Sie auch interessieren