Content Strategy – Studium und Ausbildung

3 Fragen an Jürgen Schulz, Professor für Strategische Kommunikationsplanung an der Universität der Künste Berlin …



 

In diesem Video erklärt Professor Dr. Jürgen Schulz von der UDK Berlin, warum es sich lohnt, Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation zu studieren, welche falschen Annahmen über das Tätigkeitsfeld kursieren und was man mitbringen muss, um in dieser Disziplin erfolgreich zu sein. Absolventen dieses UDK-Studiengangs sind bestens vorbereitet für eine Karriere als Content Strategist.

 

3 gute Gründe, sich auf Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation zu spezialisieren

 

1. Wenn man sich entschließt, Kommunikation zu studieren, ist das eine erklärungsbedürftige Materie. Einerseits kommunizieren wir tagtäglich – jeder müsste also wissen, was unter Kommunikation zu verstehen ist. Andererseits ist etwas so Allgegenwärtiges oft nicht der Rede wert. Aber es ist extrem wichtig, diese basale und grundlegende Angelegenheit zu erforschen – und das tun wir im Studiengang Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation.

2. Der Mensch ist – im Gegensatz zu anderen Lebewesen – kein Spezialist, sondern Generalist. Er ist sehr anpassungsfähig und variabel. Diese Fähigkeiten stehen bei uns im Vordergrund und bilden die Grundlage für verschiedene Berufswege.

3. Eines der wichtigen Motive des Menschen ist Verstehen und Verstanden werden. Die Welt wird aber immer komplexer und unverständlicher. Insofern ist das Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation eine Grundlage, um die Unverständlichkeit verständlicher zu machen. Eine Art Übersetzungsleistung, indem Studierende ethnografisches Verständnis erlangen, um die Grundlagen für Kommunikation zu schaffen und darüber hinaus strategisch und schöpferisch zu übersetzen.

 

3 falsche Annahmen über Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation

 

1. Dass man sich in einem Bachelorstudium, das drei Jahre dauert, spezialisieren könnte. Das ist nicht möglich. Die eigentliche Spezialisierung findet heute im Job oder in weiteren Qualifikationsstufen wie dem Masterstudium statt.

2. Dass das Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation ein Werbe-Studiengang ist. Das ist es nicht. Es hatte mal einen starken Schwerpunkt im Bereich der Werbung, aber genauso wie sich die Bedingungen und die Kommunikationswirtschaft ändern, so hat sich auch das Themenspektrum des Studiums geändert. Wir haben heute ganz unterschiedliche Anforderungen an Kommunikation und werden ihnen gerecht – auch ganz praktisch in halbjährlichen Kommunikationsprojekten. Die Themen sind breit gefächert und vermitteln ein erweitertes Verständnis von strategischer Kommunikation und Auftragskommunikation.

3. Dass Menschen durch Psycho- oder Marketingtricks leicht zu manipulieren seien. In unseren Forschungen stellen wir fest, dass Rezipienten erheblich gewiefter sind im Umgang mit Kommunikation. Daraus ergibt sich ein höherer Stellenwert des Menschen, seiner Befindlichkeiten und seines strategischen Potentials, der in unserem Studiengang eine große Rolle spielt.

 

3 Anforderungen, die Studierende erfüllen müssen

 

1. In unseren Aufnahmegesprächen gibt es eine Killer-Frage: Lesen Sie? Die Rezeption von Texten – nicht nur Fachliteratur – ist eine der zentralen Möglichkeiten zum Wissenserwerb und insofern für das Studium ein wesentlicher Aspekt.

2. Ich halte es wie der Architekt und Allround-Gelehrte Buckminster Fuller, der für einen umfassenden Kompentenzerwerb plädierte, also die Lust, sich mit Neuem zu beschäftigen. Dazu gehört eine forscherische Fähigkeit genauso wie die Bereitschaft, auch mal zu scheitern. Das findet sich mittlerweile in modernen Unternehmenskulturen, aber da haben alle noch Nachholbedarf. Forschen und Experimentieren ist ein ganz wichtiger Aspekt und eine Anforderung an die Studierenden.

3. Abschließend zitiere ich zwei Prinzipien aus der Sesamstraße: »Wer nicht fragt, bleibt dumm« und »Eins von diesen Dingen gehört nicht zu den anderen«. Unterscheidungsfähigkeit macht unsere Absolventen zukunftsfähig.


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