Die drei besten Graphic Novels im Frühjahr 2014

Die drei besten Graphic Novels, die uns das Bücherfrühjahr beschert hat, könnten unterschiedlicher nicht sein. Aber jede ist eine Perle. 



 

Die drei besten Graphic Novels, die uns das Bücherfrühjahr beschert hat, könnten unterschiedlicher nicht sein. Aber jede ist auf ihre Weise eine Perle. 

Nachdem wir letzthin über einige Graphic Novels ordentlich gelästert haben, stellen wir hier drei wirklich empfehlenswerte, brandaktuelle Comic-Highlights vor.  Eine Kindheit in der DDR, die bewegte Geschichte der US-Hip-Hop-Szene und die fantastischen amourösen Abenteuer einer Oceanide: vom Inhalt her sind diese drei Graphic Novels ebenso diametral entgegengesetzt wie vom Zeichenstil. 

Zum einen ist da »Kinderland« des wunderbaren Mawil, ein 296 Seiten starker, höchst unterhaltsamer Comic-Wälzer über die letzten Tage der DDR und aus dem auch das Bild oben stammt. Erzählt wird die Geschichte von Fünftklässler Mirco Watzke, der im Clinch den angepassten Altersgenossen von der FDJ liegt

Die Zeichnungen des zu Recht mehrfach preisgekrönten und auch international erfolgreichen Mawil begeistern uns vor allem durch ihre geniale Farbigkeit. Mawil nennt sie ORWO-Farben, nach den legendären Farbfilmen der DDR. 

  

Mawil: Kinderland

296 Seiten, farbig, Softcover 

ISBN 978-3-943143-90-4

29 Euro

Auch als Vorzugsausgabe erhältlich: Hardcover, inkl. signierter Druck,

limitiert auf 777 Stück für EUR 39 

Reprodukt, Berlin

Retro-Farbigkeit bestimmt auch »Hip Hop Family Tree«, in der Ed Piscor die Kulturgeschichte des Hip Hop erzählt. Die Helden dieser Graphic Novel heissen Kool Herc, Grandmaster Flash & the Furious Five, Afrika Bambaataa und RUN-D.M.C

Der Comic von Ed Piscor erschien zuerst auf Boingboing.net und stand als Buch auf der Bestsellerliste der »New York Times«. Bei der deutschen Übersetzung des Verlags Metrolit half Moderator, Musiker und Hip-Hop-Experte Falk Schacht als Berater. Die Atmosphäre der späten siebziger und frühen Achtziger Jahre ist visuell perfekt getroffen.

Ed Piskor: Hip Hop Family Tree. Die frühen Jahre des Hip Hop

Din A4, gebunden, 120 Seiten, 4-farbig

ISBN: 978-3-8493-0090-6

22,99 Euro

Metrolit Verlag, Berlin

Und schließlich ist da die ziemlich abgedrehte Geschichte »Das Tun und Lassen der Aglaé« der französischen Comic-Autorin Anne Simon, auf Deutsch erschienen beim kleinen, aber feinen Verlag Rotopolpress aus Kassel (gegründet von den drei Illustratoren Rita Fürstenau, Lisa Röper und Michael Meier).

Die Geschichte der Wassernymphe Aglaé, die schwanger vom Vater verstoßen wird und in einem fernen Königreich gegen einen grausamen Typrannen antritt, strotzt nur so vor Humor und Anspielungen – ob auf griechische Mythologie oder Beatles. Ebenso witzig und anspielungsreich ist der Zeichenstil. Spricht wohl eher weibliche Leserinnen an.

Anne Simon: Das Tun und Lassen der Aglaé

120 Seiten, s/w, 17 x 22 cm 
Klappenbroschur, fadengeheftet 
978-3-940304-89-6

17 Euro

Rotopolpress, Kassel




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