Exklusiver erster Blick: TDC 2012 – Part 1

Die Gewinner des Type Directors Club 2012 wurden in New York bereits gekürt, ihre Arbeiten noch nicht veröffentlicht ... Wir stellen sie in den nächsten Wochen jeweils am Montag und Mittwoch vor.



1.800 Arbeiten wurden beim diesjährigen TDC eingereicht, Tendenz steigend. Sie kommen aus 35 Ländern – und 223 von ihnen werden in einer Ausstellung in New York gezeigt, die anschließend um die Welt tourt.

In einem sechsteiligen Special stellen wir die prämierten Arbeiten vor. Heute die ersten sieben.

Zu ihnen gehört das Projekt »Symbiosis« der New Yorker Illustratorin und Typografin Ana Gómez Bernaus, das sich mit experimenteller Typografie auseinandersetzt. Basierend auf dem Font Didot Elder benutzt Gómez Bernaus Geäst und Stickerei als formgebende Schriftelemente, setzt die Rauheit der Äste der filigranen Stickereikunst entgegen – und verbindet sie in einem symbiotischen Zusammenspiel.

Carolina de Bartolo, die in San Francisco Typografie unterrichtet, hat einen wesentlich didaktischeren Umgang mit Typografie. Sie hat das Buch »Explorations in Typography« entwickelt, in dem man durch Sehen das Wesen der Typografie kennenlernt und das Schriftsetzen erlernt. Anhand von Erik Spiekermanns Essay »Type Builds Charakter«, das in verschiedenen Schriftarten, Größen, Ausrichtungen und unterschiedlich eingerückt, gedruckt wurde, wird sichtbar, wie diese Faktoren den Ton des Geschriebenen verändern. Auf einer interaktiven Website, auf der man in die unterschiedlichsten Richtungen experimentieren kann, wird das Projekt weitergeführt.

Ebenfalls aus San Francisco ist die Agentur Design is Play, die für Feinkostmarke March Pantry eine Identität und ein Verpackungsdesign entwickelt hat. Sie hat die Schrift Gotham als Einzellinie neu gezeichnet und die Ecken abgerundet, um ihren topografischen Ausdruck »etwas leiser werden zu lassen«. Zusätzliche Wärme entsteht dadurch, dass die Schrift auf den Etiketten geprägt ist und mit Handschrift kombiniert.

Die großartige Agentur Blok Design aus Toronto (hier im PAGE Porträt) hingegen hat ganz auf das große Idol des Inhabers einer Pasta- und Weinbar gesetzt. Mit dem Namen der Enoteca Ascari huldigt der bereits dem legendären Formel 1 Piloten Alberto Ascari  – und Blok Design führte diese Leidenschaft in der Coporate Identity weiter. Untersetzer, Visitenkarten, Papiertüten, Speisekarten, die Außenwerbung und selbst die Wasserflaschen versahen sie mit Erinnerungen an den Rennfahrer.

Werbung für eine ganz andere Sache machte Bryan Todd. Der Designer und Illustrator entwarf ein Wandbild, das der beliebten Ausgeh- und Shoppingmeile Highlands in Louisville huldigte und beauftragte Kirby Stafford sie zu malen: »Schräg, unabhängig und stolz« prangt jetzt auf einer Fassade – in verschiedenen Schriftarten und mit reichlich Schwung.

Das Messer zückte die kanadische Agentur Taxi, um auf die Arbeit des Food-Fotografen Edward Pond aufmerksam zu machen. Sie schmückte damit Plakat und Einladungskarte für einen Kochwettbewerb von 12 Kreativdirektoren und schickte sie an das Branchenpublikum, das für Pond als zukünftige Klienten interessant war. Im Nu war der Event ausverkauft  …

Zsuzsanna Ilijin dagegen flogen Autos durch den Kopf als sie daran dachte, was oder was eben nicht aus den Technikvisionen der 50er- und 60er-Jahre geworden ist. »Where are the flying cars« hat die Amsterdamer Grafikdesignerin ihr Plakat genannt, das Teil des Projekts »Dedicated to Print« des Amsterdam Grafisch Atelier war und beim Kunstvlaai Amsterdam ausgestellt wurde.

Nächsten Mittwoch geht es weiter …


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