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Metaverse selbst gestalten: Plattformen, Programme, Tools

Das Konzept des Metaverse ist viel mehr als ein Videospiel, eine VR-Anwendung und bietet viele neue Perspektiven für Kreative. Wir stellen Plattformen, Tools und Programme zum Einstieg in Design und Entwicklung des Metaverse vor.

 

Wer in Design und Entwicklung fürs Metaverse einsteigen möchte, schaut am besten zuerst auf Roblox vorbei. Das virtuelle Universum läuft auf allen gebräuchlichen Plattformen und bietet auf Windows-PCs einen immersiven VR-Modus.

Mit seiner Vielzahl an Experiences und Games, einem komplexen Avatarsystem, das es User:innen erlaubt, sich als individuell gestaltete 3D-Persona durch Welten zu bewegen, sowie einer eigenen Commerce-Mechanik, die neben dem Erwerb auch das Erstellen und den Verkauf virtueller Güter (Kleidung für einen Avatar zum Beispiel) auf eigenen Marketplaces gestattet, gibt Roblox einen Ausblick auf künftige Metaverses – und öffnet den Kopf auch bezüglich potenzieller Optimierungen.

Mit Roblox Studio verfügt sie zudem über eine umfangreiche Entwicklungsumgebung, in der sich virtuelle Welten, Games und Gegenstände erstellen lassen.

3D Modelling im Metaverse

Die eigentliche Gestaltung erfolgt aber noch oft am klassischen 2D-Bildschirm. 3D-Modelling-Tools wie Blender bieten mittlerweile Exportfunktionen in viele Metaverse-relevante 3D-Formate wie .FBX oder .OBJ sowie spezielle Optimierungsmöglichkeiten von 3D-Objekten für Game Engines wie Unity oder Unreal.

In Letzteren werden alle audiovisuellen Assets zusammengeführt und die Metaverse-Applikationen letztlich entwickelt – vom einfachen Prototyp bis zur komplexen Anwendung. Unity bietet Deployment-Optionen für alle relevanten Endgeräte, was die Software im Entwicklungskontext zu einem der bedeutendsten Tools macht.

Virtual Reality gestalten

Diejenigen, die bereits über Brillen wie Meta Quest 2, Microsoft HoloLens 2 (autark) oder eine Valve Index (PC-gebunden) verfügen, können direkt im virtuellen Raum gestalten: Das Open-Source-VR-Malprogramm Open Brush etwa erlaubt das unkomplizierte Erstellen von räumlicher Concept Art mit einfachen Pinselstrichen.

Die Szenen sind exportierbar. Fürs 3D-Modelling eignet sich zum Beispiel Gravity Sketch, das explizit fürs Produktdesign von Auto­motive bis Fashion konzipiert ist. Die 3D-Designs lassen sich ebenfalls exportieren und unkompliziert etwa am iPad mittels Apple Pencil weiterbearbeiten.

Auch fürs UX-Prototyping im Metaverse gibt es bereits Tools. In ShapesXR lassen sich Umgebungen, Storyboards, Designs und interaktive Experiences kollaborativ prototypen und mit einem Klick in Unity exportieren, wo aus den Entwürfen eine funktionierende Anwendung wird.

Open Source und Spatial first

Alle Plattformen und Tools haben gemein: Aus »Mobile first« im heutigen Internet wird »Spatial first« im Metaverse. Für Kreative bedeutet dies einen Paradigmenwechsel: Weg von zweidimensionalen Printseiten und Bildschirmen geht es für sie hinein in dreidimensionale Welten. Zu jedem der oben genannten Kreativtools gibt es zahlreiche Alternativen konkurrierender Anbieter. Selten konnten Designer:in­nen daher so einfach und preiswert Neues ausprobieren.

Fast alle Tools sind zudem kostenlos: Die Game Engines Unity und Unreal, Blender, Spark AR Studio oder Snap Lens Creator für AR-Filter ebenso wie Zepeto Studio oder Roblox Studio, mit denen man ganze Experience-Räume oder virtuelle Modedesigns gestalten, erproben und monetarisieren kann.

Mit ihren offenen Communitys und exzellenten Dokumentationen, die den Einstieg erleichtern, ergibt das einen riesigen virtuellen Spielplatz für Designer:innen.

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