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Publizierbare EPUB-Dateien erzeugen: Andrea Nienhaus zeigt, wie’s geht.

Bye-bye Photoshop, InDesign & Co?

Was Kreative an den Adobe-Tools nervt …

Spätestens seit dem Kauf von Macromedia 2005 führte im Print- und Webdesign kaum ein Weg mehr an Adobe vorbei: Die damals wichtigen Tools des Konkurrenten – Dreamweaver, Shockwave/Flash, FreeHand – gingen in Adobe-Produkte ein. Das vormals von fast allen Profis genutzte Layoutprogramm Quark XPress hatte zu diesem Zeitpunkt schon viele Anwender an InDesign verloren – eine Entwicklung, die sich über die folgenden Jahre beschleunigte. Dieses Quasi-Monopol im Bereich Kreativsoftware wurde dann noch verstärkt durch den kontinuierlichen Ausbau der Adobe-Bewegtbildprogramme Premiere und After Effects, während sich andere Anbieter wie Apple aus dem professionellen Markt für Schnitt und Effektbearbeitung zurückzogen.

Unbehagen machte sich in der Kreativszene aber erst breit, seit Adobe ihre Tools nicht mehr einzeln oder als Suite zum Kauf anbietet, sondern nur noch im Abonnement innerhalb der Creative Cloud – und auch das erst mit einer gewissen Verzögerung: Denn viele Freelancer, aber auch Agenturen oder Verlage arbeiten noch mit einer der letzten Kaufversionen. Doch dürfte damit bald Schluss sein: Betriebssystemupdates – vor allem die von Apple – machen den Weiterbetrieb älterer Software schwierig bis unmöglich. Nach und nach müssen also alle in das Abomodell wechseln – oder sich nach Alternativen umschauen.

»Der Branchenprimus hat vergessen, was Gestalter wirklich brauchen«

Catharina Besold, Designerin und Beraterin bei team m&m werbeagentur in Augsburg

Veraltet, kaum noch interessante Neuerungen

In der Tat gibt es bereits eine ganze Reihe von Kreativen, die es mit anderen Tools versuchen. Dazu gebracht hat sie nicht nur Adobes Vertriebsmodell (mit einem Monatspreis von ungefähr 60 Euro ist die gesamte Creative Cloud nicht mal besonders teuer), sondern auch die etwas schleppende Produktpolitik: Vorbei sind die Zeiten, in denen sich Adobes Softwareentwickler jedes Mal etwas Neues einfallen ließen, um die Kunden zum teuren Umstieg auf die aktuellste Version zu bewegen. Bei vielen Anwendungen (Lightroom, Photoshop, Illustrator) ist seit der Umstellung auf CC wenig passiert. Adobe kümmert sich insgesamt mehr um das Drumherum: die Integration der Tools, die Lizenzierung von Schriften und Stockmaterial, den Datenaustausch innerhalb der Creative Cloud. Alles nicht schlecht – aber vielleicht nicht das, was sich Kreativprofis vorrangig wünschen.

Besonders Illustrator steht häufig in der Kritik. Zu langsam, zu umständlich, geringe Kompatibilität zu Photoshop. »Der Branchenprimus hat vergessen, was Gestalter wirklich brauchen«, sagt Catharina Besold, Designerin und Beraterin bei team m&m werbeagentur in Augsburg. »Illustrator ist mit seiner Menüführung veraltet«, erklärt sie. »Die Anforderungen haben sich verändert. Heute müssen sich Agenturen mit hoher Qualität in einem kleinteiligen Markt behaupten. Da kommen die Adobe-Tools nicht mehr mit.« Dass die Creative Cloud auch den Content verwalten kann, hilft ihr – wie vielen anderen – nicht. Zumal mit dieser Entwicklung die Abhängigkeit vom Konzern aus San José noch einmal deutlich zunehmen dürfte.

Mit welcher Software Grafikdesigner, Fotografen, Illustratoren, Web- und Motion Designer Photoshop, Illustrator, InDesign, Premiere, After Effects und Co ersetzen, welche Vorteile die Adobe-Alternativen bieten und wie die neuen Workflows in der Praxis aussehen – all das steht in PAGE 05.18. Darin geht es um die Alternativen Affinity Photo, Affinity Designer, Quark XPress 2018 oder Nuke. Ebenso wird Sketch erwähnt. Dazu gibt es dann Beispiele und wir haben Kreative nach ihrer Meinung gefragt.

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Ich hab mit Affinity Designer eben ein recht umfangreiches Projekt umgesetzt. Corporate Design wie Web-Design. Im Print haperts noch etwas (Stichwort Überdrucken) aber sonst stellt mich dieses Tool echt zufrieden. Affinity Photo kann Photoshop allerdings nicht das Wasser reichen. Dazu ist es tatsächlich zu sehr Fotosoftware und zu wenig eierlegende Wollmilchsau. Und im Kernbereich ist nicht mal richtig gut. Bleibt zu warten was sich die Leute bei Serif mit dem Affinity Publisher einfallen lassen haben. Die CC habe ich nicht abonniert. Als Ein-Mann-Betrieb sind mir die 60€ im Monat zwar nicht zuviel, aber immer noch mehr angesichts meiner bisherigen Update-Politik. Aller drei Versionen mal ein Update auf die vorletzte Version einspielen. Das war günstig und hat für mich immer funktioniert.

  2. Das einzige was Creative wirklich nervt ist ein neues Heft über Kreative!

  3. Ich habe nur einen kleinen Ein-Frau-Betrieb. Die Cloud lohnt sich finanziell nicht. Ich habe auch keine Lust meine Arbeit bei irgendwem in die Cloud zu stellen. Ich habe mich für die Corel Suite 2017 entschieden, als meine alte CS2 Version endgültig in die Knie ging und bin super zufrieden. Arbeite als Freelancer mit der CS6 und CC und kann im Ergebnis keinen Unterschied sehen. Ich bin allerdings auch keine, die in Glaubenskriege zieht.

  4. Wir hatten dazu auch online mal einen anderen Artikel: https://page-online.de/tools-technik/adieu-photoshop/

    Im aktuellen Beitrag im Heft geht es um die Alternativen Affinity Photo, Affinity Designer, Quark XPress 2018 oder Nuke. Ebenso wird Sketch erwähnt. Dazu gibt es dann Beispiele und wir haben Kreative nach ihrer Meinung gefragt.

  5. Gemeint ist wohl das Open-Source-Projekt Scribus, nicht nur kostenlos, es wird auch ständig weiterentwickelt. Lässt sich ganz schnell finden. Kein Stress.

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