Bye-bye Adobe Illustrator!

Zum Start unserer Serie »Adobe-Alternativen« berichten wir, mit welchen Tools Kreative Adobes Vektorgrafikprogramm ersetzen – und warum …



Illustrator war lange Zeit – vor allem unter macOS – nicht zu ersetzen. Mit Affinity Designer vom britischen Hersteller Serif etabliert sich momentan jedoch eine professionell einsetzbare Alternative, die dem Adobe-Tool sogar vieles voraus hat. »Zum Beispiel ist Affinity Designer mehrfach schneller als Illustrator«, sagt Florian Winkler, Designer bei team m&m und freier Artdirektor in Augsburg (freudigerregt.de). Für seine Projekte nutzt Winkler beide Tools, also je nach Einsatzzweck Adobe Illustrator oder Affinity Designer.

Einer der größten Vorteile für all jene, die pixelbasiertes Arbeiten mit Vektoren kombinieren müssen: Affinity-Photo- und Affinity-Designer-Files lassen sich im jeweils anderen Programm öffnen. »So kann man abwechselnd am selben Projekt in beiden Apps arbeiten«, erklärt Florian Winkler. Dazu kommt, dass er öfters große Datenmengen bearbeiten muss: »Alleine das Öffnen in Illustrator dauert mehrfach länger als in Affinity Designer. Was die Bearbeitung angeht, gilt das Gleiche.«

Einfachere, intuitivere Bedienung

Für Eduardo Barbosa, Gründer des auf Illustration spezialisierten Kreativstudios Mother Volcano in Porto, ist Affinity Designer vor allem durch seine klare Benutzeroberfläche interessant – und damit ein würdiger Nachfolger des alten FreeHand.

»Das Interface von Affinity Designer ist nicht mit Millionen von Funktionen belastet, die man höchstens einmal im Jahr benötigt. Die gesamte Bedienung fühlt sich intuitiv und natürlich an«

so Eduardo Barbosa. Seinen Kunden sei es am Ende gleich, mit welchen Tools die Illustrationen erstellt würden. In einigen Bereichen – etwa was die sanften Verläufe angeht – wären sie positiv überrascht von den Ergebnissen.

In seinen Augen kann Affinity Designer Illustrator komplett ersetzen. Allerdings vermisst Eduardo Barbosa immer noch eine Auswahl nach Objekttyp und den Zickzack-Effekt aus Illustrator. Die Kompatibilität ist gut: Affinity Designer arbeitet mit dem eigenen Affinity-Format, die Ergebnisse lassen sich aber auch als EPS und PDF weiterverarbeiten. Allerdings, darauf weist Florian Winkler hin, werden Transparenzen beim Import von Affinity Designer manchmal fehlinterpretiert.

Vielseitiges CorelDraw

Häufig vergessen wird von den Gestaltern CorelDraw. Die Software erscheint vielen Kreativen zwar wie eine Art Opel unter den Illustrationstools, kann aber mehr, als die meisten denken. Selbst als Layoutprogramm für mehrseitige Dokumente lässt es sich einsetzen – allerdings ist für viele professionelle Designer das Betriebssystem das Killerkriterium, CorelDraw läuft nur unter Windows.



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6 Antworten zu “Bye-bye Adobe Illustrator!”

  1. Manuel sagt:

    Ich werde das jetzt mal in der Test Version zum Anspielen mal Testen, Nutze ja ansonsten auch AI in einer ältern Version und bin schon länger auf der Suche nach einer guten Einfachen Alternative.

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