TDC

Agenturtypografen beim gemeinsamen Lunch in New York in den 1940er Jahren – das ist der Ursprung des altehrwürdigen Type Directors Club of New York, gegründet 1946, um das Niveau der Typografie und der damit verbundenen grafischen Künste zu heben, Inspiration und Forschung zu fördern und das typografische Wissen zu mehren. Der TDC richtet alle Jahre wieder Typografie-Wettbewerbe aus und verleiht seit 1967 in lockerer Folge die Type Directors Club Medal an Institutionen oder Personen, die sich in besonderer Weise um die Typografie verdient gemacht haben. Hermann Zapf wurde als Erster mit ihr dekoriert, auch Adrian Frutiger hat eine, aber auch das »Rolling Stone Magazin« und seit 2011 Erik Spiekermann.

Als zusätzliche Auszeichnung gilt eine Veröffentlichung typografischer Arbeiten oder Anwendungen im Jahrbuch des Type Directors Club. Inzwischen gibt es TDC-Komitees in Deutschland (eröffnet 1983) sowie in Frankreich, Japan, Großbritannien, Mexiko, Japan, Vietnam und der Schweiz.

PAGE berichtet alle Frühjahre wieder exklusiv von den Auszeichnungen des New Yorker Type Directors Club. Natürlich auch 2017 in unserer exklusiven TDC-Serie mit den Best-Of in den Bereichen Grafikdesign und Typografie.

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Exklusiver erster Blick: TDC 2013 – Part 4

Buchstaben aus Zucker, Wörter wie ein Blitz: Die Gewinnerarbeiten des Type Directors Club 2013, die in New York prämiert wurden - und hier zum ersten Mal zu sehen sind ...

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Exklusiver erster Blick: TDC 2013 – Part 3

Weiter geht's mit den Gewinnerarbeiten des

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Exklusiver erster Blick: TDC 2013 – Part 2

Einflüglige Vögel, goldene Schweine und fruchtbare Bienen: In New York wurden die

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Exklusiver erster Blick: TDC 2013 – Part 1

215 Gewinner hat der Type Directors Club 2013 in New York bereits prämiert. Zu sehen waren die Sieger-Arbeiten noch nicht. Wir stellen sie in den nächsten zwei Wochen vor. Hier die ersten …

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Exklusiver erster Blick: TDC 2012 – Teil 6

Sechster und letzter Teil mit der exklusiven Vor-Schau auf die Gewinner des Type Directors Club 2012 New York.

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Exklusiver erster Blick: TDC 2012 – Part 5

Die Gewinner des Type Directors Club 2012 wurden in New York bereits gekürt, ihre Arbeiten noch nicht veröffentlicht ... Wir stellen sie jeweils montags und mittwochs vor.

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Exklusiver erster Blick: TDC 2012 – Part 4

Die Gewinner des Type Directors Club 2012 wurden in New York bereits gekürt, ihre Arbeiten noch nicht veröffentlicht … Wir stellen sie jeweils montags und mittwochs vor.

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Exklusiver erster Blick: TDC 2012 – Part 3

Die Gewinner des Type Directors Club 2012 wurden in New York bereits gekürt, ihre Arbeiten noch nicht veröffentlicht ... In einer sechsteiligen Serie stellen wir sie jeweils montags und mittwochs vor.

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Exklusiver erster Blick: TDC 2012 – Part 2

Die Gewinner des Type Directors Club 2012 wurden in New York bereits gekürt, ihre Arbeiten noch nicht veröffentlicht ... In einer sechsteiligen Serie stellen wir sie jeweils montags und mittwochs vor.

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Exklusiver erster Blick: TDC 2012 – Part 1

Die Gewinner des Type Directors Club 2012 wurden in New York bereits gekürt, ihre Arbeiten noch nicht veröffentlicht ... Wir stellen sie in den nächsten Wochen jeweils am Montag und Mittwoch vor.

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Exklusiver erster Blick – Teil sechs: Die prämierten Arbeiten des TDC 2011

Heute geht es noch einmal weiter: Mit den letzten acht Gewinnern des Type Directors Club New York.

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Exklusiver erster Blick – Teil fünf: Die prämierten Arbeiten des TDC 2011

Heute geht es wieder weiter: Mit den nächsten sechs Gewinnern des Type Directors Club New York.

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Exklusiver erster Blick – Teil vier: Die prämierten Arbeiten des TDC 2011

Heute geht es wieder weiter: Mit den nächsten sieben Gewinnern des Type Directors Club New York.

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Exklusiver erster Blick – Teil drei: Die prämierten Arbeiten des TDC 2011

Heute geht es weiter: Mit den nächsten sechs Gewinnern des Type Directors Club New York.

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Exklusiver erster Blick – Teil zwei: Die prämierten Arbeiten des TDC 2011

Heute geht es weiter: Mit den nächsten sechs Gewinnern des Type Directors Club New York.

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Exklusiver erster Blick: Die prämierten Arbeiten des TDC 2011

Die Gewinner des Type Directors Club 2011 wurden in New York bereits gekürt, ihre Arbeiten noch nicht veröffentlicht… Wir stellen sie in den nächsten Wochen jeweils Montag und Mittwoch vor.

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Diese Arbeiten prämierte der Type Directors Club New York 2017

 

Grundsätzlich prägten auch in diesem Jahr wieder detailreiche und aufwendige Letterings das Bild. Die aktuelle Weltlage und Donald Trump spiegelten sich nur gelegentlich in den Artworks der TDC Communication Design 2017 Gewinner wider. Zum Beispiel bei Mark Fox und Angie Wang aus San Francisco (designisplay.com): In Anlehnung an das von Jesse Reed und Michael Bierut entwickelte H für Hillary Clinton gestalteten die beiden im September 2016 ein Trump-kritisches Plakat, auf dem der Innenraum von vier goldenen T ein Hakenkreuz bildet (siehe Bild unten). Sie hängten es nicht nur in San Franciscos Mission District auf, sondern schickten es auch an Museen in den USA und Europa, drei nahmen es in ihre Postersammlung auf: das Museum für Gestaltung in Zürich, das Plakatmuseum in Warschau und das V&A in London. Natürlich darf und muss Design politisch sein, aber vielleicht nicht immerzu. Es war jedenfalls schön, in die typografische Welt der TDC-Einreichungen einzutauchen und den ganzen politischen Schlamassel für kurze Zeit zu vergessen.

In den Beiträgen aus den USA sieht man nach wie vor viele Typoillustrationen – opulent, sorgfältig ausgeführt und mit einer schier wahnsinnigen Liebe zum Detail.



Ein Best-of der Gewinner 2017:

Street-Art-Wear
Mit eigenwilligen, Graffiti nachempfundenen Mus­tern macht das Label Just Another Unicorn auf sich aufmerksam. Die nur auf Bestellung angefertigten Hoodies bemalt die in New York lebende mexikanische Kalligrafin Mariana Castellanos von Hand – ein schönes Stück tragbare Kunst.


M&M
Markant und dynamisch sollte das Erscheinungsbild des Kunst- und Ausstellungsraums Materia in Québec sein und zugleich die Diversi­tät des Programms widerspiegeln. Die Design­agentur Paprika aus Montréal setzte auf das M: in vielen unterschiedlichen, aber stets monolinearen Varianten sowie in al­len möglichen Anwendun­gen – vom Leit­sys­tem über die Geschäftsausstattung und Website bis hin zu Stofftaschen. Das macht richtig Spaß!


Leicht verwirrt
Das Buch »Die zehn Kinder, die Frau Ming nie hatte« des französisch-belgischen Schrifstellers Eric-Emmanuel Schmitt handelt von einer Chinesin, die in ihrer Fantasie zehn Kinder, in Wirklichkeit aber kein einziges hat. Das Cover der türkischen Ausgabe gestaltete Geray Gencer aus Istanbul mit farbigen, an Kinder­zeichnungen erinnernden Elementen, die zugleich eine Reminiszenz an den leicht verwirrten Geist von Frau Ming sind – viel schöner als das deutsche Cover.


Singvögel
Die Hope Singers sind ein Chor schwedischer Indie-Künstler. Ihr Debütalbum erscheint beim Label Sing a Song Fighter als limitierte Vinyl-LP. Die improvisierte Musik visualisierte das Stockholmer Designstudio Bedow mit einem Mix aus IIllustration und handgezeichneter Typo.


M is for many
Rund 30 verschiedene M bilden die Basis des Erscheinungsbilds, das Paul Garbett aus dem australischen Surry Hills für das Postproduktionsstudio Manifold, ebenfalls aus Surry Hills, entwickelte. Verbunden durch die kräftige Farbpalette, verdeutlichen sie das vielfältige Angebot von Manifold.


Großformatig
Mit A3 oder A4 gibt sich die australische Künstlerin Gemma O’Brien, Expertin für Handlettering, Illustration und Typo­grafie, nicht zufrieden. In der Ausstellung »Mrs Eaves 101« im Laguna College of Art + Design zeigte sie letztes Frühjahr live, wie sie großformatige Wandgemälde fertigt. Da blieb manch einem Zuschauer der Mund offen stehen. Wie gut, dass sie anschließend gleich einen Lettering-Workshop gab.


Flower-Power
Seit 100 Jahren fertigt das kolumbianische Unternehmen AutoMundial Autoreifen. Zum Jubiläum startete die Designerin Arutza Rico Onzaga aus Bogotá ein Projekt, das Technik und Kunst ver­bindet und auf einer großen Automobilmesse in Cartagena gezeigt wurde. Das Gummi der Reifen erhielt ein Design, das vom Blumenschmuck der Virgen del Carmen, der Schutzheiligen der Lkw-Fahrer, inspiriert war. Jede Blume enthielt zudem einen Buchstaben der Bitte »Protégeme!« (Spanisch für »Beschütze mich!«) – so entstand ein äußerst ungewöhnliches Rei­fenprofil. Dessen Abdrücke bildeten zudem den Ausgangspunkt für die fröhliche Gestaltung von Postern, des Messestands und einer Microsite.


Industrie-Typo
Lifetime Developments, eine kanadische Immobilienfirma, beauftragte Letteringkünstler Ben Johnston mit zwei Wandgemälden für das Einkaufszentrum Liberty Market in Toronto. Seine Typoillustratio­nen im Vintage-Style fangen die industrielle Geschichte und lebendige Kultur des Stadtteils Liberty Village ein. Der begleitende Hashtag #LoveLibertyTO lieferte Informationen zu Aktivitäten in der Nachbarschaft und regte zu einer Diskussion über den besonderen Charme des Viertels an.


Pflanzenöl
Castrol launchte eine Serie von biosyntheti­schen Ölen, die zu 25 Prozent aus pflanzlichen Rohstoffen bestehen. Nicht der erste Ökoschmierstoff, aber der erste eines weltweit operierenden Konzerns. Um das neue Produkt der um­welt­affi­nen Zielgruppe in den USA, Australien und China nahe­zubringen, entwickelte die Londoner Designagentur Wil­liams Murray Hamm den Claim »The future of engine protection is plants«. Dazu kreierte sie ein Alphabet aus Zuckerrohrblättern und -stämmen, das auf Pla­katen und Werbebannern zum Einsatz kam. Damit gesetzte Begriffe wie »fast«, »power« oder »oil« sollten die Verbindung zwischen der Welt der Autos und der der Pflanzen schaffen und der Kampagne einen grünen Twist geben. Greenoiling statt Greenwashing?


Antiquarisch
Bücher sind ein wichtiger Bestandteil des von Trevett McCandliss und Nancy Campbell aus New York entworfenen Editorial Designs – dabei geht’s eigentlich um Schuhe. Das B2B-Magazin »Footwear Plus« veröffentlichte eine Strecke mit Männerschu­hen, das Model war ein stylisher Intellektueller. Dem würden ein paar Bücher gut zu Gesicht stehen, dachte sich das Designerduo und bildete im Opener einen Stapel alter Bücher ab. Um die Vintage-Stimmung zu betonen, verzierten die beiden die Buchschnitte mit handgeschriebener Typo – so schön, dass die Schuhe fast zur Nebensache werden.


Gut gealtert
Bei den Typoillustrationen von Kevin Cantrell aus Salt Lake City meint man fast, gleich müsste der alte Hemingway mit einem Daiquiri in der Hand auftauchen. Fünf Plakate dieses Stils umfasst die Kam­pagne »The Golden Age Aged Well«, die BBDO New York für Bacardis Premium-Rum Havana Club kreierte und die mit dem Glamour vergangener Zeiten spielt. Zugleich fragt sie, ob man das schöne Leben nicht in eine Flasche abfüllen könnte. Ernest Hemingway hätte sicher nichts dagegen gehabt.


(Autor: Antje Dohmann)


Hier geht’s zu weiteren ausgezeichneten Arbeiten aus unserer Serie »Best-of Grafikdesign und Typografie: Die Gewinner des TDC 2017«

 

Teil 1: 

Grafikdesign, Packaging Design, Plattencover & mehr: Zum Artikel


Teil 2:

Plakatdesign, Streetwear, Brandings & mehr: Zum Artikel


Teil 3:

Grafikdesign, Schriften, Geschäftsreport & mehr: Zum Artikel


Teil 4:

Corporate Design, Typografie, Brandings & mehr: Zum Artikel


Teil 5:

Lettern, Plakatdesign, Videos & mehr: Zum Artikel


Teil 6: Zum Beitrag


Alle Gewinner aus den vergangenen Jahren befinden sich ebenso auf dieser Seite weiter unten. Auch im nächsten Jahr wird PAGE wieder exklusiv über die Gewinnerarbeiten des TDC berichten und ein Best-of an Grafikdesign und Typografie vorstellen.