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Packaging-Trend Etiketten: Auf-allem-Kleber

Ob Glas, Plastik oder Blech: Mit Etiketten geht man in puncto Bedruckbarkeit auf Nummer sicher

Lustige Illustrationen und schwarz-weiße Etiketten kennzeichnen den von Backbone Branding aus Eriwan entwickelten Auftritt des armenischen Direktvermarkters Bnavan

Längst nicht alle Verpackungsmaterialien ver­hal­­ten sich beim Bedrucken so kooperativ wie Papier oder Karton. Bei schwierigem Untergrund können aufgeklebte Etiketten die bessere Wahl sein. Es gibt sie in vielen verschiedenen Formaten und Ausführungen: So findet man garantiert ein Material, das einen einheitli­chen Auftritt gewährleistet und zur Marke passt: schön haptisch für Luxusgüter oder recycelt beziehungsweise mit Baumwoll-, Gras- oder Strohanteil für nachhaltige Brands.

Noch sind Etiketten aus Silphie-Papier eine Seltenheit. Die unbehandelte Oberfläche des Materials sorgt für ein natürliches Aussehen und eine ebensolche Haptik. Allerdings eignen sich Silphie-Etiketten nur für Anwendungen in trockener Umgebung

Recht neu sind Etiketten aus Silphie-Papier. Die Pflanze braucht nur ein Jahr, um nachzuwachsen, ihre Fasern lassen sich separieren und für die Papierherstellung einsetzen. Noch bestehen die Etiketten lediglich aus 35 Prozent Silphie, 50 Prozent sollen es werden. Auf der Dose mit Lippenbalsam sorgen die leichte Braunfärbung und die kleinen Einschlüsse dafür, dass man Nachhaltigkeit und Natürlichkeit assoziiert.

Verpackungsmaterialien aller Art nutzt der Direktvermarkter Bnavan aus Armenien, von Glas über Metall und Karton bis hin zu Kunststoff. Damit die wunderbaren Illustrationen der Agentur Backbone Branding aus Eriwan, die für das gesamte Branding einschließlich Packaging verantwortlich war, immer gleich gut aussehen, druckten sie diese auf unterschiedlichste Etiketten und Bandero­len. Mal zum Aufkleben – etwa auf den Milch- und Ölflaschen oder den Deckeln der Joghurtgläser –, mal zum Drumherumlegen wie bei Eiern oder Fleischverpackungen. Das schwarzweiß gehalte­ne Design steht für die Reinheit und Ehrlichkeit der Marke und hält zugleich die Druckkosten gering.

Die Etiketten aus FSC-zertifiziertem ungestrichenen Papier sind nassfest – eine Voraussetzung für Mehrwegflaschen. Vollflächig schwarz und dann mit weißer Typo bedruckt, bilden sie einen hübschen Kontrast zu den farben­frohen Cocktails

Glasflaschen wählte die Cocktails-to-go-Marke Labar, erdacht von der Hamburger Agentur Dragon Rouge und der Soul Kit GmbH. Von Negroni mit Roter Bete über El Presidente bis zu Corsican Summer sollen die Drinks für unterwegs demnächst erhältlich sein. Die schwarzen Etiketten wirken nicht nur cool, sie bringen auch die farbigen Flüssigkeiten schön zur Geltung.

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