PAGE online

Kunst als Branding: Großartiges Redesign der The Other Art Fair

Die Agentur Universal Favourite hat die internationale Kunstmesse The Other Art Fair mit einem Rebranding versehen, das die Kunst selbst zum Gestaltungselement werden lässt – und das Logo wandern.

©Chris Leary Photography http://chrisleary.photography

The Other Art Fair, kurz TOAF genannt, ist anders als andere Kunstmessen. Keineswegs elitär, sondern auf ein großes Publikum ausgerichtet, konzentriert auf aufstrebende Künstler:innen und mit Preisen, die es einem viel größeren Kreis von Menschen möglich machen, Kunst zu kaufen.

Auf TOAF soll jeder sich willkommen fühlen und das in Brooklyn, New York, Los Angeles, London, Toronto und Sydney wo die Kunstmesse seit mehreren Jahren große Erfolge feiert.

Nur ihre Identity passte nicht mehr dazu fanden deren Macher, denn sie spiegle ihre ungewöhnliche Positionierung und ihre aufmüpfige Haltung nicht mehr wieder.

Deswegen beauftragten sie die australische Agentur Universal Favourite mit einem neuen Auftritt – und bekamen ein Glanzstück von einem Design, dass die Kunst selbst zum Gegenstand der Gestaltung macht.

Gemeinsam mit dem Strategie-Studio Untangled entwickelten sie den Markenkern Never Normal, der sich durch das gesamte Design zieht und auch die Tonaliät prägt, die so selbstbewusst wie witzig ist und die in Zusammenarbeit mit der TONE Agency und der Werbetexterin Cat Wall entstand.

Um die Künstler:innen der Messe in den Mittelpunkt zu stellen, machte Universal Favourite die Kunst selbst zum wichtigsten Visual. Sie bestimmen Erscheinungsbild und Kampagnen und werden von einem Logo umgeben, das nicht brav in der Ecke steht, sondern sich wenig durch alle Medien zieht.

Stattdessen ist es ein Wort-Bild-Rahmen, der Grenzen überschreitet, der sich bewegen, verschieben und skalieren lässt.

Als Erinnerung an die vorherige Identity findet sich dessen Grün in der Farbpalette wieder. Alle Grüntöne aber werden vor allem als einfarbige Blockhintergründe verwendet, sind plan und vor allem als Folie zu verstehen, um die jeweilige Kunst zum Ausdruck zu bringen.

Bild: ©2020 Chris Leary Photography http://chrisleary.photography

Gleichzeitig wird das Erscheinungsbild durch zwei Schriftarten bestimmt: Die Gt Ultra findet sich in der Wortmarke und wird gleichzeitig als Akzentschrift verwendet. Und das, weil sie »eine humanistische Ausstrahlung hat, zwischen einer Serifenlosen und einer Serifenschrift tanzt und in ihr Kalligrafie und Konstruktion verschmelzen« wie es von Universal Favourite heißt.

Als Gegenpart wurde die eher bescheiden wirkende Akzentschrift Brut Grotesque für Überschriften und Fließtexte gewählt.

Beeindruckend ist neben der umwerfenden Visualität zudem, wie einfach dieses neue Konzept international und von den verschiedenen Teams umzusetzen ist, sich stetig wandelt – und dabei seine Prägnanz behält.

Produkt: eDossier: »Goodbye Times! 7 frische Alternativen«
eDossier: »Goodbye Times! 7 frische Alternativen«
Wir zeigen Serifenschriften für Lesetexte, die der Times weit überlegen sind

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren