Eastpak Artist Studio

Das kommt dabei heraus, wenn sich über 130 Künstler an Rucksäcken von Eastpak austoben dürfen.



Bild Eastpak Artist Studio

Der Entwurf von Tiefschwarz

Auf der Bread & Butter Messe in Berlin erhielt dieses Design-Projekt einige Aufmerksamkeit. Allerdings löste es bei vielen Besuchern eher amüsiertes Erstaunen aus als ehrliches Interesse.

Das »Eastpak Artist Studio« veranstaltete die Marke bereits zum zweiten Mal. Über 130 Künstler, Designer und »Celebrities« aus 17 Ländern durften dabei Eastpak-Rucksäcke umgestalten und entfremden.

Mit dabei waren unter anderem das Team von Muschi Kreuzberg, Johnny Marr von The Smiths, der Maler Jordan Betten, und Sophy Robson, die sich darauf spezialisiert hat, Fingernägel zu dekorieren.

Nun, die Aktion dient einem guten Zweck – die Kreationen sind verkäuflich und alle Einnahmen werden an die Wohltätigkeitsorganisation »Designers against AIDS« (DAA) gespendet. Dennoch ist es fraglich, ob tatsächlich alle dieser »einzigartigen Kunstwerke«, wie Eastpak die Ergebnisse nennt, reif für die große Bühne sind.

Manche der Entwürfe sind vergleichweise simpel, aber durchaus tragbar – wie zum Beispiel die Designs der Musikerin Marina and The Diamonds, die Metallic-Rucksäcke von Richie Culver, oder die bemalte Variante der Illustratorin Julie Verhoeven.
Andere dagegen sehen aus, als hätte man überambitionierte Hobby-Bastler auf die Blanko-Stücke losgelassen. BurdaStyle versuchte, aus dem Eastpak-Rucksack eine Chanel-Tasche zu machen, Liesje Reyskens kreierte zuckersüße Mädchenträume, Tiefschwarz wollte wohl den ganzen Kram loswerden, der seit Jahren in der Schreibtischschublade herumliegt, und Crashcarcity hatte offenbar Wolfgang Petry im Sinn.

Das löst die Frage aus, ob eine derartige Design-Aktion wirklich die beste Möglichkeit für eine Marke ist, sich wieder positiv ins Gedächtnis zu rufen.

In der folgenden Galerie zeigen wir eine Auswahl der Entwürfe. Alle Designs sehen Sie hier.


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