Designer und Coder, versteht euch!

Tipps und Tools für die Optimierung der Kommunikation in gemischten Teams gibt’s in PAGE 07.2018



Editorial: Abgespact

Designer lieben Weißraum und Leerräume – die Typofreaks unter ihnen können sich im Einrichten von Wort-, Zeichen- und Zeilenabständen regelrecht verlieren, sie spationieren in 1 / 1000-Geviertschritten und frickeln an Kerningtabellen rum – warum also lieben sie nicht auch Whitespace? Dabei handelt es sich um eine Programmiersprache, die ausschließlich aus Leerzeichen, Tabulatoren und Zeilenumbrüchen besteht! Man kann den Code nicht sehen . . . obwohl, ich blende jetzt einfach mal die verborgenen Zeichen ein . . .

. . . da möchte man sich doch direkt ans Werk machen.

Okay, ganz so weit muss die Codebegeisterung von Designern dann auch wieder nicht gehen – diese esoterische Spielart können sie gerne den Nerds überlassen –, aber sie tun gut daran, sich Programmierkenntnisse anzueignen. Denn eine Trennung von Konzeption, Design und Code lässt sich nicht mehr durchhalten.

Ja, die Digitalisierung durchdringt alles, und digitale Produkte sind letztlich nichts anderes als Code. Doch wie tief müssen wir tatsächlich in die jeweils andere Welt eintauchen? Um interdisziplinär zu kreativen Lösungen zu gelangen, sollte es eigentlich schon genügen, wenn wir den Fachjargon der Kollegen verstehen: Design hin, Code her.

Obwohl, lässt sich dieser Arbeitsablauf nicht verschlanken? Und gibt es da nicht auch Tools, bei denen wir den Quelltext gleich ganz ausblenden und uns ausschließlich der Gestaltung widmen können, den Transitions und den Microinteractions – ja, auch dem letter-spacing! – und am Schluss trotzdem brauchbaren Clean Code erhalten? Muss ein Designer während des Entwicklungsprozesses wirklich wissen, dass #ffffff der Hexadezimal-Code der Farbe Weiß ist – oder will er es am Ende sogar?

Tools und Workflows, die die Kommunikation zwischen Designern und Developern verbessern, siehe PAGE 07.2018.

Gabriele Günder,
Chefredakteurin/Publisherin


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