Auf nach Eden: Reisemagazin Paradiso

Juergen Teller lieferte das Cover-Foto und ein Kreis, rund um »Die Zeit« und um die Schaubühne Berlin, gibt Lieblingsplätze preis ...




Klar, die besten Tipps für die Reise kommen meistens von Freunden und anderen Menschen, die wissen, was man mag und die man vorher fragt, was sie denn so empfehlen können, welche Restaurantentdeckungen sie wo gemacht haben, welche Lieblingsecken sie gefunden haben und welche Menschen getroffen. So ist auch die Idee zu Paradiso entstanden. Als Andreas Wellnitz und seine Freundin 2011 Urlaub in Frankreich gemacht haben und dabei den Tipps ihrer Freunde und auch mal einem Hinweis aus der Gala gefolgt sind … Stand dort, dass Cameron Diaz am liebsten in Guéthary surft, haben sie sich den Ort ebenfalls angeschaut.

Als erste Ausgabe ihres Reisemagazins Paradiso ist allerdings erst mal Italien erschienen – mit einem Porträt des legendären Hotel Pellicano, einem Gespräch mit Massimo Cacciari, Philosoph und Ex-Bürgermeister von Venedig, einem Menü zum Nachkochen, einer Ode an das angeblich beste Restaurant der Welt, an den besten caffè und wo man ihn trinkt, mit zahlreichen Interviews und großartigen Bilderstrecken und einer tollen Italien-Karte von Golden Cosmos.

So wirft Paradiso wirft einen persönlichen Blick auf Italien – und sieht dabei ziemlich gut aus.

Wir fragten Art Direktorin Jasmin Müller-Stoy, Grafikdesignerin beim »ZEITmagazin«, die Paradiso in ihrer Eltern- und Freizeit gestaltet hat, nach dem Look des Magazins:

Was waren die wichtigsten Kriterien bei der Gestaltung?

Dass Paradiso ein kleines, griffiges Format hat, damit man es gut auf Reisen mitnehmen kann. Die Gestaltung ist dezent und klassisch, da sich Paradiso an einen Freund ebenso wie an die mondäne Großtante richtet.

Ihr habt einige Male ganzseite Fotografien auf die rechte Seite genommen, Bildunterschriften teilweise »rausgerückt«, Interviewfragen hingegen „eingerückt«.


Im Vordergrund steht die Fotografie. Typografische Details (wie die ausgerückten Bildunterschriften) machen das Schriftbild lebendiger. Die Bildunterschriften heben sich durch den Versatz außerdem deutlicher von dem Lauftext ab. Ein textlastiges Interview (wie das mit dem Philosophen Massimo Cacciari) bekommt durch eingerückte Fragen eine grafische Struktur und wird nicht als Bleiwüste wahrgenommen.

Bleibt die Titel-Schrift immer Gelb? Der Schriftzug diagonal?

Der diagonale Schriftzug auf dem Titel ist das Wiedererkennungsmerkmal von Paradiso. Die Farbe des Schriftzuges wird sich dem jeweiligen Titelfoto anpassen. Das diagonale Gestaltungsprinzip findet sich subtil im Heft wieder. Einerseits in den kleinen Rubriktiteln und dem diagonalen Farbverlauf dahinter. Andererseits durch die Art, wie Überschriften, Unter- und Autorenzeilen gesetzt sind (am auffälligsten bei der Geschichte über die Büffelmozzarella).

Hier kann man Paradiso bestellen.


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